FSV-Siegtorschütze "Zimbo" will mit Sachsenpokal-Sieg Karriere beenden
Zwickau - "Er wechselt viermal und genau so, dass das Spiel eine völlig andere Wendung bekommt. Das macht einen guten Trainer aus", war Sportdirektor Robin Lenk (42) nach dem spät gedrehten 2:1 gegen Rot-Weiß Erfurt voll des Lobes über Chefcoach Rico Schmitt (57). Der hatte unter anderem die Torschützen Luca Prasse (21) und Marc-Philipp Zimmermann (36) in die Partie gebracht sowie den sehr emsigen Lucas Albert (26).
Alle kamen sie nach Abpfiff freudestrahlend in die Mixed-Zone. "Zimbo" mit seinen beiden Kindern und einem Fanschal, dem ihm ein "Edelfan", wie er ihn nannte, als Präsent überreicht hatte.
"Erstes Saisontor! Hat zwar lange gedauert, aber vor so einer Kulisse ist es umso schöner. Diesen Schwung gilt es in den nächsten zwei Spielen mitzunehmen und dann geht es zum Showdown", meinte Zimmermann mit verschmitzten Grinsen.
Er ist genau auf den Moment da, pünktlich vor dem Spiel, dem jeder in Eckersbach und darüber hinaus entgegenfiebert: das Sachsenpokal-Finale gegen den Schacht. Es ist der Saisonhöhepunkt und möglicherweise auch jener einer unfassbaren Spielerkarriere.
Zimmermann, der jüngst im Pokalhalbfinale in Riesa sein 150. Pflichtspiel für die Westsachsen bestritt und nun gegen Erfurt auch noch das 50. Pflichtspieltor im FSV-Jersey folgen ließ, will gegen Erzgebirge Aue zum langersehnten ersten Sachsenpokal-Sieg beitragen, bevor er direkt im Anschluss seine Karriere beenden und wenn überhaupt nur noch niederklassig an den Ball treten wird.
"Zimbo" über seine fußballerische Zukunft: "Ich mache erstmal Pause"
"Es ist ja nicht nur mein letztes Spiel, sondern vielleicht auch das von Martin Männel (38) ...", blickt Zimmermann aufs Duell der Legenden, in Rot-Weiß und Lila-Weiß.
Wobei das Auer Urgestein seine Schuhe im Sommer eigentlich im Lößnitztal noch nicht an den Nagel hängen will - aber das wird die Zeit zeigen.
Zimmermann, der als hauptamtlicher Polizist seine Brötchen schon längst nicht mehr nur mit Fußballspielen verdient, über seine sportliche Zukunft: "Ich mache erstmal Pause. Wenn ich nochmal spiele, dann Kreisoberliga oder so, um herunterzukommen. Das lasse ich mir offen."
"Auf jeden Fall habe ich Auerbach und Glauchau abgesagt. Das schaffe ich dann nicht mehr."
Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

