Klartext von FSV-Kapitän nach Pokal-Aus: "Leistung, die das Weiterkommen nicht verdient"

Leipzig/Zwickau - "Das war in Gänze eine Leistung, die das Weiterkommen nicht verdient hatte!", sprach Kapitän Johannes Brinkies (29) nach dem Halbfinal-Aus im Sachsenpokal bei Regionalligist Lok Leipzig Tacheles. Der FSV Zwickau muss durch das 0:1 (0:0) auch das zweite Saisonziel neben dem kaum mehr möglichen Klassenerhalt abschreiben.

FSV-Keeper Johannes Brinkies (29) findet nach dem Sachsenpokal-Aus deutliche Worte: "Das ist eine Katastrophe, ein absolutes Scheißjahr."
FSV-Keeper Johannes Brinkies (29) findet nach dem Sachsenpokal-Aus deutliche Worte: "Das ist eine Katastrophe, ein absolutes Scheißjahr."  © Soeren Stache/dpa

Von den Fans, die ihre Mannschaft zuvor lautstark unterstützten, bekamen die Schwäne nach dem Pokal-Aus die kalte Schulter gezeigt. "Das ist verständlich. Was spielen wir denn für ein Jahr?", stellt Brinkies eine rhetorische Frage.

"Das ist eine Katastrophe, ein absolutes Scheißjahr. Wir sind im Pokal ausgeschieden und in der Liga sieht es bescheiden aus. Logisch, dass die Fans irgendwann einmal die Schnauze voll haben."

Wenn sich Zwickau etwas gewiss sein durfte, war es der Support. "Sie haben uns das ganze Jahr über hervorragend unterstützt und in schwierigen Zeiten gesagt: 'weiter geht's'. Dass sie die Schnauze voll haben, ist verständlich. Haben wir aber auch, denn es wird zum siebten Mal in Folge ein DFB-Pokal ohne den FSV Zwickau stattfinden - und das als Drittligist", legt Brinkies nach der flügellahmen Vorstellung den Finger in die Wunde.

Lukas Eixler verstärkt den FSV Zwickau
FSV Zwickau Lukas Eixler verstärkt den FSV Zwickau

"Wir waren nicht ganz so griffig und gallig wie der Gegner, was dazu führte, dass wir in den Zweikämpfen oftmals zweiter Sieger waren. Lok hat alles hineingeworfen und hat verkörpert, dass sie an ihre Chance glauben, während wir einfach nicht dagegen gehalten haben", so der 29-Jährige.

Johannes Brinkies rettete den FSV vor vielen Gegentoren. Doch in der 47. Minute hatte er das Nachsehen und Zak Piplica (21) schoss das Siegestor für Leipzig.
Johannes Brinkies rettete den FSV vor vielen Gegentoren. Doch in der 47. Minute hatte er das Nachsehen und Zak Piplica (21) schoss das Siegestor für Leipzig.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

"Die zweite Halbzeit war ganz schlecht - Darüber brauchen wir gar nicht reden"

Lok erwies sich in den entscheidenden Belangen besser und hätte deutlich höher gewinnen können, wenn Brinkies nicht mehrfach klasse pariert hätte. Einzig bei Zak Piplicas Hacke (21, 47.) hatte er das Nachsehen.

"Wir hatten in der ersten Halbzeit ein, zwei Möglichkeiten, Lok aber die klareren. Die zweite Halbzeit war ganz schlecht. Darüber brauchen wir gar nicht reden. Es war eine verdiente Niederlage und das verdiente Finalticket für Lok Leipzig, weil sie es besser auf den Platz bekommen haben. Sie spielten Fußball und haben die Zweikämpfe männlich geführt", erklärt Brinkies, was den Unterschied ausmachte.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

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