Der FSV in der Torkrise: Nur sieben Tore in elf Spielen

Zwickau - Die Offensivschwäche ist nach mittlerweile sieben von elf Spielen ohne eigenen Treffer nicht mehr wegzudiskutieren. Der FSV Zwickau steckt in der Torkrise. Doch wie überwindet er sie?

Auch gegen Wiesbaden hatte der FSV ein paar Halbchancen, ließ diese wie hier Johan Gomez (vorn) aber liegen.
Auch gegen Wiesbaden hatte der FSV ein paar Halbchancen, ließ diese wie hier Johan Gomez (vorn) aber liegen.  © IMAGO/Frank Kruczynski

Zuvorderst steht, sich einzugestehen, dass etwas im Argen liegt. Chancen kreieren ist schön und gut. Wenn sie in bester Lage nicht verwertet werden oder halbgar sind, nützt das überhaupt nichts. Ersteres war vorletzten Montag in Ingolstadt (0:0) der Fall, Zweiteres daheim gegen Wiesbaden (0:1), wo viel Alibi dabei war.

"Wir können uns eigentlich nur vorwerfen, dass wir nicht zielstrebig genug sind, einmal richtig in die Box einzudringen und das Tor zu machen", legte Mike Könnecke (34) nach der Wiesbaden-Partie den Finger in die Wunde.

Nur sieben Tore nach elf Spielen sprechen für sich. Das ist, erst recht auf die Saison hochgerechnet, einfach zu wenig. Was derzeit fehle, gerade auch bei Standards - Zwickaus Paradedisziplin - ist eine Frage, die Könnecke ins Grübeln bringt: "Vielleicht ist es der unbedingte Wille, das Tor letztendlich machen zu wollen."

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Diese Gier wieder an den Tag zu legen, sich vorne in die Flanken hineinzuwerfen. Oder einmal konsequent zur Grundlinie zu gehen, statt halbgare Flanken aus dem Halbfeld zu schlagen, die eine großgewachsene Abwehrkette, wie die der Wiesbadener spielend leicht abfing, ist das Gebot der Stunde.

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Fragt sich, wie das von jetzt auf gleich gelingen kann. "Wir müssen im Training Gas geben und uns dadurch die Sicherheit holen, um am Sonnabend in Saarbrücken die Tore zu schießen", meint Könnecke.

Der FCS, aufgrund prominenter Verstärkungen vor der Saison als Aufstiegsaspirant gehandelt, strauchelt, was dazu führte, dass man sich am Montag von Coach Uwe Koschinat (51) trennte. Nur ein Sieg aus den letzten acht Spielen und die Derbyniederlage in Mannheim wurden ihm zum Verhängnis.

Zwickau darf sich also durchaus Chancen ausrechnen. Zumal sich die eigene Defensive im Allgemeinen stabilisiert hat und in den letzten beiden Auswärtsspielen nichts zuließ.

Könnecke: "Wir hatten uns in den letzten Wochen vorgenommen, defensiv besser zu stehen. Das machen wir momentan sehr gut. Jetzt fehlt uns nur noch, dass wir vorne die Dinger machen. Das ist der nächste Schritt."

Titelfoto: IMAGO/Frank Kruczynski

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