Zwickau - Wenn er auf die Entlassung von Cheftrainer Rico Schmitt (58) angesprochen wird, merkt man, dass es in Sportdirektor Robin Lenk (42) arbeitet. Einfach zur Tagesordnung übergehen, das macht der 42-Jährige klar, ist ein Spagat, den sie wohl oder übel machen müssen, um nicht den Fokus auf Sonntag zu verlieren. Dann gastiert Lok Leipzig in der GGZ-Arena.
"Beide Mannschaften hatten sich vor der Saison mehr erhofft und höhere Ambitionen, als es der aktuelle Tabellenstand ausdrückt", sagt Lenk.
Gerade zu Hause konnten weder die Westsachsen noch die Probstheidaer an die Heimstärke des Vorjahres anknüpfen. Immerhin hat Lok zuletzt mit dem Remis in Halle (2:2) und dem ersten Heimsieg gegen Altglienicke (3:1) Achtungszeichen gesetzt.
Und der FSV Zwickau? Der sucht noch nach seiner Mitte. Kein Spiel sorgte bisher für die echte Überzeugung, dass es vorwärtsgehen würde. Es folgten erstmals seit Langem kritische Töne in den sozialen Medien.
"Die Mannschaft hat in den letzten zwei Wochen einiges an Prügel eingesteckt, weshalb wir sie vor dem Lok-Spiel nicht noch zusätzlich unter Druck setzen werden. Wir brauchen auch eine gewisse Leichtigkeit", so Lenk.
Klare Ansprachen von Rupf
Interimstrainer Daniel Rupf (40) soll eine etwaige mentale Blockade lösen.
Lenk: "Er kommt über eine klare Ansprache, aber auch verbunden mit Lockerheit. Klar ist auch, dass für die Startelf die Karten jetzt komplett neu gemischt werden."
Auch was die Team-Hierarchie anbelangt, gibt es Änderungen. Rückkehrer Morris Schröter (31) wurde noch von Ex-Coach Schmitt zusätzlich in den Mannschaftsrat berufen. Er soll jetzt ebenfalls vorangehen.
Noch mal Lenk: "Unsere erfahrenen Führungsspieler sind jetzt in dieser Situation gefordert!"