Von Meisterrunde in Abstiegskampf: Schneider weiß, was beim FSV auf ihn zukommt

Zwickau - "Ich war Feuer und Flamme, hatte direkt ein gutes Gefühl in den Gesprächen mit den Verantwortlichen und habe richtig Lust daran, meinen Beitrag zum Klassenerhalt zu leisten", sagt Jan-Marc Schneider (28) mit glühenden Augen. Die Überzeugung, sich voll für den Abstiegskampf mit dem FSV Zwickau zu verschreiben, war dem Winterneuzugang im ersten Gespräch sofort anzumerken.

Jan-Marc Schneider (28, l.) mit FSV-Sportdirektor Toni Wachsmuth (36).
Jan-Marc Schneider (28, l.) mit FSV-Sportdirektor Toni Wachsmuth (36).  © PR/FSV Zwickau

Man fühlte sich durch den ersten Auftritt des 28-jährigen gebürtigen Hamburgers gleich bestätigt. Schneider beackerte die linke Außenbahn gegen den Halleschen FC, jenem Klub, bei dem er zuvor ein Probetraining absolviert hatte, ehe ihn der Ruf aus Zwickau ereilte.

Da gab's dann gleich auch auf die Socken, wenngleich alles im fairen Rahmen ablief.

"Das sah vielleicht von außen so aus. Das ein oder andere habe ich abbekommen, aber in der ein oder anderen Situation ist es wichtig, das Foul zu ziehen, um mal durchzuatmen, sich neu zu formieren und den nächsten Angriff zu starten", ordnet Schneider das Ganze ein.

Beim FSV Zwickau rollt der Ball wieder: Schmitt hat ein neues Quartett
FSV Zwickau Beim FSV Zwickau rollt der Ball wieder: Schmitt hat ein neues Quartett

Im Abstiegskampf wird es noch häufiger in den Zweikämpfen rasseln.

Für den Flügelflitzer fast ein Kulturschock, nachdem er sich letzte Saison mit dem griechischen Erstligisten PAS Giannina noch in der Meisterrunde mit Olympiakos Piräus oder PAOK Saloniki gemessen hatte.

Jan-Marc Schneider (28, M.) bei seinem ersten Auftritt im FSV-Trikot in Halle.
Jan-Marc Schneider (28, M.) bei seinem ersten Auftritt im FSV-Trikot in Halle.  © Picture Point/Gabor Krieg

Es folgte ein halbes Jahr ohne Verein, was Schneider zunächst mit einer Trainingsgruppe von St. Pauli-Spielern überbrückte, bevor er mit der "U21" des Hamburger SV trainierte. Der nächste Gegner ist Schlusslicht Meppen. 3. Liga, Abstiegskampf pur statt Play-offs 1. Liga.

Schneider: "Ich wusste, was auf mich zukommen würde, da ich in der Vergangenheit das ein oder andere Abstiegsduell mit St. Pauli oder Regensburg bestritten habe. Von daher besitze ich die Erfahrung und weiß, wie wichtig es ist, in diesen Duellen seinen Mann zu stehen. Da geht es nicht um Schönspielerei oder wer den besseren Pass spielt, sondern seine Zweikämpfe zu gewinnen und das eigene Tor zu verteidigen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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