"Nannte mich eine Ratte": Zweitliga-Profi zieht gegen Sandro Wagner vom Leder

Hannover/Berlin - Am heutigen Montag tritt Sandro Wagner (38) sein neues Traineramt bei Hannover 96 an. Doch ausgerechnet kurz vor seiner Vorstellung meldete sich ein ehemaliger Spieler des früheren Stürmers in einem Interview zu Wort und warf dabei kein gutes Licht auf den Umgang des Übungsleiters mit seinen Profis.

Bei der Hertha läuft es für Mads Pedersen (30, M.) wieder rund. Die Alte Dame legte einen perfekten Saisonstart hin und der Linksverteidiger hat sich in die Stammelf gespielt.  © IMAGO / Steinsiek.ch

Inzwischen mischt Mads Pedersen (30) mit Hertha BSC die 2. Bundesliga auf, doch noch vor wenigen Monaten hockte der dänische Linksverteidiger beim FC Augsburg auf dem Abstellgleis.

Gegenüber dem Online-Portal "bold.dk" gab der Abwehrmann seinem damaligen Coach Wagner die Schuld daran und plauderte aus dem Nähkästchen.

Der frühere DFB-Angreifer übernahm das Zepter in der Fuggerstadt im Sommer 2025, als Pedersen gerade aus einer Verletzung zurückkam. Nach einem Testspiel während der Vorbereitung über die volle Distanz sollte der 30-Jährige am darauffolgenden Tag erneut zum Einsatz kommen.

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"Meine Beine waren völlig erschöpft, ich bekam schon Krämpfe beim Aufwärmen. Das Verletzungsrisiko wäre viel zu hoch gewesen", erklärte Pedersen. Also lehnte er demnach ab - und brachte Wagner so gegen sich auf.

Fortan setzte ihn der Trainer nicht mehr ein, selbst als Stamm-Linksverteidiger Dimitrios Giannoulis (30) verletzt ausfiel. Erst durfte Pedersen wenigstens noch auf der Bank Platz nehmen, ab Spieltag vier wurde er auf die Tribüne verbannt.

Und damit nicht genug: "Die Sache nahm richtig Fahrt auf. Plötzlich nannte er mich eine Ratte, wie er es so nett formulierte", erinnerte sich der Verteidiger.

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Mads Pedersen fliegt unter Sandro Wagner aus der Mannschaft, dann fliegt Sandro Wagner raus

Sandro Wagner (38) musste beim FC Augsburg nach nur fünf Monaten bereits wieder seinen Hut nehmen.  © Tom Weller/dpa

Wagner gefiel es offenbar nicht, dass Informationen aus der Mannschaft an die Presse gelangten. Einen Maulwurf vermutete er demzufolge in Pedersen.

"Jedes Mal, wenn eine Besprechung stattfand, sagte er, dass es Ratten in der Umkleidekabine gäbe, und wir waren zwei Spieler, die genau wussten, auf wen er damit anspielte. Denn wir waren es, die nie im Kader standen", so der Däne weiter.

Pedersen habe nach eigenen Angaben mehrfach ein versöhnendes Gespräch gesucht, stattdessen sei er schließlich komplett aus dem Team geflogen und in die zweite Mannschaft versetzt worden.

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"Es vergingen ein paar Wochen mit Anwälten und allem Drum und Dran, und dann, nach etwa vier Wochen, kamen wir zu dem Schluss, dass es wohl am besten für mich wäre, wieder ins Training einzusteigen", verriet der Außenverteidiger.

Zudem habe Wagner sich bei ihm entschuldigen müssen, eine Woche später wurde der gebürtige Münchner am 1. Dezember 2025 entlassen.

Pedersen kam unter Nachfolger Manuel Baum (47) zwar wieder hin und wieder zum Zug, glücklich wurde er beim FCA aber nicht mehr. Im Sommer ging es daher zur Hertha, wo er in vier der sechs makellosen Ligaspiele zum Auftakt in der Startelf stand.

Seine Nemesis Sandro Wagner erhält jetzt in Niedersachsen eine neue Chance auf der Trainerbank. Am 4. Dezember kommt es in Hannover zum bestimmt nicht allzu herzlichen Wiedersehen.

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