Hertha auf Talfahrt, aber Schwarz bleibt optimistisch: "Da läuft keine Mallorca-Musik"

Berlin - Hertha-Trainer Sandro Schwarz (44) geht nach der deprimierenden Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim (1:3) mit klaren Vorstellungen in die finalen Spiele um den Klassenerhalt.

Sandro Schwarz (44) ärgert sich immer noch über den Auftritt in Hoffenheim, glaubt aber weiter an den Klassenerhalt.
Sandro Schwarz (44) ärgert sich immer noch über den Auftritt in Hoffenheim, glaubt aber weiter an den Klassenerhalt.  © Uwe Anspach/dpa

"Die Stimmung ist nicht berauschend. Aber die Situation ist immer noch so, dass du sie immer noch lösen kannst", sagte der 44-Jährige in einer Medienrunde am Dienstag nach dem Training. "Wir müssen ein anderes Gesicht auswärts zeigen, die Heimspiele genauso absolvieren und dann kannst du das regeln. Das ist die gute Nachricht."

Hertha BSC liegt nach dem 25. Spieltag mit 21 Punkten dank der besseren Tordifferenz im Vergleich zum Tabellen-17. Schalke 04 auf dem Relegationsplatz.

Schwarz ist dabei immer noch verärgert über die Leistung seiner Mannschaft bei der 1:3-Niederlage gegen die zuvor 14 Spiele lang sieglosen Hoffenheimer. Aber der Trainer möchte seinen Profis grundsätzlich nicht absprechen, dass sie die Situation noch nicht verinnerlicht hätten.

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"Wir sind uns der Gefahr total bewusst und wissen, was Abstiegskampf bedeutet", sagte Schwarz, "das sehe ich den Jungs in der Kabine auch an. Da läuft keine Mallorca-Musik, das ist genau die Haltung, die wir brauchen. Dafür sehe ich die Jungs, dafür fühle ich sie jeden Tag, wie sie mit der Situation umgehen."

Der 44-Jährige freut sich, dass die übrig gebliebenen Profis am Freitag beim Benefizspiel zugunsten der Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien noch einmal in den Wettkampfmodus kommen. Fünf Spieler weilen derzeit bei ihren Nationalmannschaften.

Hertha BSC soll beim SC Freiburg ein anderes Gesicht zeigen

In der kommenden Woche wird der Fokus auf das Spiel beim SC Freiburg gelegt. Schwarz erhofft sich dann ein anderes Auftreten in der Fremde als in Hoffenheim: "Gerade nach der Länderspielpause sollte uns das in den neun Spielen nicht mehr passieren. Dessen sind wir uns bewusst."

Der Übungsleiter hofft auf ähnliche Auftritte seiner Mannschaft wie bei den drei Siegen in den jüngsten Heimspielen oder auch auswärts in Dortmund: "Ich glaube schon, dass wir nach dem Spiel in Frankfurt den Beweis ganz klar angetreten haben, dass wir wissen, wie unser Spiel auszusehen hat und das auch schon umgemünzt haben."

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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