Hertha BSC: Warum Marten Winklers Galavorstellung jetzt zum Problem werden könnte

Berlin - Marten Winkler (23) hat sich beim 4:1-Sieg von Hertha BSC gegen den 1. FC Heidenheim von seiner besten Seite gezeigt, aber genau das könnte jetzt zu einem Problemfall für die Alte Dame werden.

Marten Winkler (23, 2.v.r.) ist beim Heimsieg von Hertha BSC nicht nur für seinen Treffer zum 2:0 von seinen Mitspielern gefeiert worden.  © Andreas Gora/dpa

Der Flügelflitzer war in der ersten Halbzeit an allen drei Toren der Berliner beteiligt. Die Führung durch Sebastian Grönning (29) legte er per Freistoß auf und auch das dritte Tor von Deyovaisio Zeefuik (28) bereitete er mit einem Chip-Pass mustergültig vor.

Den zweiten Treffer steuerte der 23-Jährige dann höchst selbst bei und stellte seine Abschlussstärke unter Beweis. Erst eroberte er die Kugel im Mittelfeld zurück, dann ließ er zwei Gegenspieler stehen und versenkte das Spielgerät schließlich aus rund 25 Metern unhaltbar mit seinem starken linken Fuß in der rechten Ecke.

Kein Wunder, dass es bei der anschließenden Pressekonferenz dafür Sonderlob von Stefan Leitl (48) gab. "Was er heute gespielt hat, war fantastisch. Er hat immer wieder in gute Positionen gefunden. Er ist immer wieder offensiv geblieben. Ich bin natürlich sehr zufrieden mit seiner Leistung", freute sich der Hertha-Coach.

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Diese überragende Performance könnte sich für die Blau-Weißen allerdings zu einem Bumerang entwickeln, denn das dürfte natürlich auch anderen Klubs nicht verborgen geblieben sein und der Transfermarkt hat noch bis zum 1. September geöffnet.

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Hertha BSC: Stefan Leitl prophezeit Marten Winkler "eine gute Karriere"

Stefan Leitl (48) hat Marten Winkler für seine starke Leistung und Entwicklung gelobt.  © Elisa Schu/dpa

Erschwerend kommt hinzu, dass Winkler in der Sommerpause seinen Wechselwunsch bei den Klub-Bossen hinterlegt hat. Sein Verbleib in der Hauptstadt ist also ungewiss, denn sein erklärtes Ziel heißt Bundesliga.

Mit Auftritten wie gegen Bochum und vor allem Heidenheim schlägt der Offensivmann also quasi zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen stellt er sich in den Dienst der Mannschaft und zum anderen sich selbst ins Schaufenster für mögliche Interessenten.

Er selbst wollte nach der Partie keine Interviews geben, wohl wissend, dass dabei sicherlich auch Fragen nach seiner sportlichen Zukunft gestellt worden wären.

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"'Matte' und ich haben einen super Austausch. Seitdem ich hier bin, ist 'Matte' ein absolut wichtiger Spieler und hat eine tolle Entwicklung genommen [...] und wird sicherlich eine gute Karriere vor sich haben", erklärte Leitl zur Situation seines Schützlings.

Ablenkung aufgrund der ungeklärten Umstände nehme er indes nicht wahr: "Ich erlebe ihn total klar. Wenn er nicht klar wäre, würde er nicht so spielen wie heute", betonte der 48-Jährige.

Der Hauptstadtklub verlangt laut kicker zwischen 2,5 und drei Millionen Euro Ablöse für Marten Winkler. Bei weiteren Leistungen dieser Güte könnte sich da durchaus noch ein Abnehmer finden. Bild zufolge soll mit dem RSC Anderlecht ein erster Top-Klub bereits angeklopft haben.

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