Hertha eine Runde weiter, aber ein Problem bleibt: "War kein leichtes Spiel für uns"

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Berlin - Auf ihn ist Verlass! Hertha BSC bleibt weiter auf der Siegerstraße, gewinnt auch das zehnte von elf Pflichtspielen und steht damit im Achtelfinale des DFB-Pokals. Gegen Saarbrücken musste die Alte Dame noch ins Elfmeterschießen. Das blieb diesmal - trotz Ankündigung von Jeddeloh-Sportchef Olaf Blanke (57) - aus. Begleitet von über 5000 Fans in Oldenburg setzten sich die Berliner letztendlich souverän mit 2:0 beim Viertligisten durch.

Der Dosenöffner: Josip Brekalo (28) jubelt nach seinem 1:0.
Der Dosenöffner: Josip Brekalo (28) jubelt nach seinem 1:0.  © Carmen Jaspersen/dpa

Auch weil sie sich auf ihren Kapitän Josip Brekalo (28) verlassen können. Der Topscorer der 2. Liga (fünf Tore, fünf Assists) traf auch im Pokal. Wie schon beim Last-Minute-Sieg gegen Bielefeld (1:0) erzielte Brekalo das 1:0 (57. Minute).

"Im Pokal darfst du als Erst- oder Zweitligist keinen Gegner abschreiben. Heute haben die auch alles reingeworfen. Es war kein leichtes Spiel für uns, aber haben dieses Jahr einfach unnormale Mentalität und Konstanz. Das freut mich wirklich zu sehen", sagte Brekalo bei Sky.

Er ist derzeit der Mann für die wichtigen Tore: Gegen Bielefeld erzielte Brekalo spät den Siegtreffer per Elfmeter, in Braunschweig traf er sehenswert zum 2:2 nach 0:2-Rückstand, in Osnabrück stellte der Kroate mit dem Führungstor die Weichen auf Sieg, jetzt war der Flügelflitzer wieder der Dosenöffner.

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Stefan Leitl (49) hatte schon im Vorfeld angekündigt, dass er den Gegner "sehr, sehr ernst" nehme. Er tauschte nur auf drei Positionen und setzte auf eine eingespielte Elf.

Das Marschweg-Stadion in Oldenburg in Hertha-Hand: 5500 Anhänger des Zweitligisten haben sich auf dem Weg in den Norden gemacht.
Das Marschweg-Stadion in Oldenburg in Hertha-Hand: 5500 Anhänger des Zweitligisten haben sich auf dem Weg in den Norden gemacht.  © Carmen Jaspersen/dpa

Hertha BSC wartet weiter auf ein Stürmer-Tor

Torschütze Josip Brekalo klatscht mit Sebastian Grönning (29, 2.v.l.) ab. Der Stürmer blieb ohne Treffer.
Torschütze Josip Brekalo klatscht mit Sebastian Grönning (29, 2.v.l.) ab. Der Stürmer blieb ohne Treffer.  © Carmen Jaspersen/dpa

Lediglich Farid Alfa-Ruprecht (20) feierte seine Startelfpremiere, die er für Eigenwerbung nutzen konnte. Mit einem klugen Pass auf den blanken Brekalo bereitete die Leverkusen-Leihgabe das 1:0 vor. Sechs Minuten später machte Julian Eitschberger (22) alles klar (63.).

"Wir hatten in der ersten Halbzeit schon ein paar hundertprozentige Chancen. Leider haben wir die nicht gemacht, aber wir haben uns in der Halbzeit klar gesagt, dass wir auf den nächsten Moment warten. Dann muss es passen und es hat gut geklappt", so Brekalo.

Jeddeloh machte es den Berlinern vor allem in den ersten 45 Minuten gar nicht so leicht. Erst nach etwa 25 Minuten bauten die Berliner mehr und mehr Dominanz auf, scheiterten aber zweimal am Pfosten oder die Hausherren klärten doch noch irgendwie. "Wir waren sehr seriös, diszipliniert und geduldig. So musst du als Favorit auftreten", lobte Leitl.

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Ein Schönheitsfleck gibt es dann aber doch: Wieder hat kein Stürmer getroffen. Dabei hatte Sebastian Grönning (29) genug Gelegenheiten. Erst traf er den Ball nach dem Pfostenschuss von Alfa-Ruprecht nicht richtig, dann vergab der Däne die nächste XL-Chance, als er das Tor aus neun Metern knapp verfehlte. Luca Schuler (27) blieb sogar 90 Minuten auf der Bank.

Das Warten auf ein Stürmer-Tor geht damit weiter. Seit dem 2. Spieltag hat kein Angreifer mehr getroffen (zuletzt Grönning). "Ich will mich nicht zu sehr auf unsere Stürmer fokussieren. Wir haben einen Kader, bei dem viele Spieler Tore erzielen können. Das gelingt uns momentan. Es gilt die Jungs zu bestärken", so Leitl. "Wenn das Tor fällt, dann platzt der Knoten. Dann werden wir auch mehr Tore schießen."

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa

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