Hertha kann auch Dusel-Sieg: "Elfmeterschießen werden wir noch mal üben"

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Berlin - 25 Punkte nach neun Spielen, davon acht gewonnen - Wahnsinn! Hertha BSC ist einfach nicht zu stoppen, weil sie beim 1:0 gegen Bielefeld geduldig geblieben sind und einen kuriosen Elfmeter bekommen haben.

Josip Brekalo (28) verwandelt den Elfmeter mit etwas Glück.
Josip Brekalo (28) verwandelt den Elfmeter mit etwas Glück.  © Andreas Gora/dpa

Es lief bereits die Nachspielzeit, als Schiedsrichter Cristian Ballweg (31) auf den Punkt zeigte. Bielefelds Maximilian Großer (25) ging mit ausgestrecktem Arm in den Luftzweikampf. Er wurde zuvor kurz von Linus Gechter (22) gehalten, wollte sich daraufhin beschweren und bekam den Ball quasi an den Reklamier-Arm.

Josip Brekalo (28) nahm sich der Sache an. Kurzer Anlauf, flach in die linke Ecke und rein damit - das erlösende 1:0 mit Doppel-Dusel für die Berliner, hatte Jonas Kersken (26) die richtige Ecke geahnt. Er war noch dran, dennoch flutschte die Kugel auf nassem Rasen ins Tor.

"Elfmeterschießen werden wir noch mal üben", scherzte Stefan Leitl (49) bei Sky über seinen Matchwinner.

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"Scheißegal. Ich habe einfach ein Tor gemacht", war Brekalo froh, dass der Elfmeter reinging. "Ich habe im Kopf entschieden, dass ich links unten schießen werde, und was dann passiert, passiert."

Der Kroate ist Herthas Unterschiedsspieler. Fünf Tore hat er schon erzielt, dazu fünf vorbereitet. Damit ist er zusammen mit Ex-Hertha-Star Fabian Reese (28) der Topscorer der 2. Liga. Vor der Saison war noch darüber spekuliert worden, ob Brekalo nicht hinter den Spitzen spielen wird. Stattdessen ist die linke Seite - wie zu Reese-Zeiten - Herthas großer Trumpf.

Stefan Leitl (49) sah einen verdienten Sieger.
Stefan Leitl (49) sah einen verdienten Sieger.  © Andreas Gora/dpa

Leitl: "In Summe ist der Sieg hochverdient"

Wieder kein Stürmertor: Sebastian Grönning (29, l.) fehlen nur Zentimeter.
Wieder kein Stürmertor: Sebastian Grönning (29, l.) fehlen nur Zentimeter.  © Andreas Gora/dpa

"Das ist Fußball: Wenn man weiter an sich glaubt, wird man belohnt. Es ist ein sehr schönes Gefühl, in so einem Stadion in der Nachspielzeit zu treffen - dieses Erlebnis haben wir uns erarbeitet!", so Brekalo.

Wie schon beim 0:0 in Kiel machte sich Hertha selber das Leben schwer. Der Ball wollte einfach nicht rein - und als die Kugel dann doch über die Linie rollte, war auch eine Hand im Spiel. Der VAR kassierte Schulers Tor korrekterweise wieder ein. Die Alte Dame aber machte einfach weiter. Dann kam es zur entscheidenden Ecke.

"Dass es kurz vor Schluss zum Elfmeter kommt, ist in dem Moment vielleicht glücklich, aber in Summe ist der Sieg hochverdient", so Leitl.

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Fegten die Berliner zu Saisonbeginn noch über den Platz hinweg, könnten in den nächsten Wochen ähnliche Spiele wie zuletzt in Kiel, aber auch gegen Bielefeld auf den Hauptstadtklub warten. Hertha jedoch blieb gegen einen tief stehenden Gegner geduldig, lief immer wieder an, ohne selbst in einen Konter zu rennen. Und noch etwas können die Berliner mitnehmen: Sie können jetzt auch Dusel-Sieg!

Am Mittwoch soll die Erfolgswelle weitergeritten werden. Im Pokal bei Regionalligist Jeddeloh II (18 Uhr/Sky) könnte es wieder auf Elfmeter ankommen. Vorher aber wird noch geübt ...

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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