Hertha siegt auch in Österreich: Sorgen um Berliner Youngster?
Kundl (Österreich) - Nächster Test, nächster Sieg. Hertha BSC hat auch das vierte Testspiel der Vorbereitung gewonnen. Gegen die WSG Triol siegten die Berliner mit 3:2 (1:2). Dennoch gibt es die ein oder andere Sorgenfalte. Gleich zwei Hertha-Stars mussten angeschlagen ausgewechselt werden.
Dabei legte Hertha los wie die Feuerwehr. Bereits nach zwei Minuten klingelte es - und wie. Eine zu kurz abgewehrte Ecke haute Kevin Sessa sehenswert per Direktabnahme in die Maschen.
Auch danach blieb der Zweitligist am Drücker, machte sich aber selber das Leben schwer. Erst verursachte Niklas Kolbe einen Elfmeter (den der gefoulte Ola-Adebomi verwandelte), dann drehten die Österreicher innerhalb von fünf Minuten durch Nikolai Baden (12. Minute) die Partie.
Noch bitterer: Marten Winkler musste frühzeitig runter. Der Flügelflitzer griff sich zuvor immer wieder an den Oberschenkel und wurde durch Jon Dagur Thorsteinsson ersetzt.
Hertha rappelte sich kurz, arbeitete am Ausgleich, nutze aber die Chancen nicht. Stattdessen mussten die Berliner kurz vor der Pause den nächsten Rückschlag hinnehmen. Auch für Youngster Mayson Grothe ging es nicht mehr weiter. Für den 17-Jährigen ging es direkt in die Kabine.
Jelani Ndi dreht Partie für Hertha BSC
Rückstand und schon zwei frühe Wechsel. So hatte sich Hertha den Start ins Trainingslager aber nicht vorgestellt.
Immerhin gab es trotz der schlechten Nachrichten auch in Tirol ein bisschen WM-Feeling. Bei sommerlichen Temperaturen nahe der 30-Grad-Marke bat der Schiedsrichter wie gewohnt zur Trinkpause.
In der zweiten Hälfte erwischte Hertha dann wieder den besseren Start. Wieder war es Sessa, der traf (53. Minute). Diesmal nach Vorlage von Josip Brekalo.
Mit den ersten 45 Minuten konnte die Partie aber nicht mehr mithalten, was auch an den vielen Wechseln lag. Jeder kam auf seine Minuten.
Ein Highlight hatte Hertha, die Glück hatten, dass Pascal Klemens nicht wegen Notbremse vom Platz flog, dann aber doch noch im Köcher. Jelani Ndi (73.) sorgte mit dem nächsten sehenswerten Treffer für den Schlusspunkt.
Kurz vor Spielende kam es dann aber doch noch zu einer unschönen Szene. David Jaunegg musste wegen einer Kopfverletzung minutenlang behandelt werden. Auch Herthas Teamärzte halfen mit. Anschließend beendete der Schiedsrichter die Partie, ehe der WSG-Profi mit Halskrause und Trage vom Platz gebracht wurde.
Titelfoto: TAG24/Johannes Kohlstedt

