Noch ohne Neuzugang: Holt Hertha diesen Ex-Wolfsburg-Star?

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Berlin - Nach dem Abgang von Michal Karbownik (25) sucht Hertha BSC einen Linksverteidiger und könnte bei einem ehemaligen Bundesligaspieler fündig geworden sein: Laut Bild soll sich der Zweitligist bei Paulo Otavio (31) erkundigt haben.

Paulo Otavio (31, r.) spielte insgesamt vier Jahre lang in Wolfsburg.
Paulo Otavio (31, r.) spielte insgesamt vier Jahre lang in Wolfsburg.  © Swen Pförtner/dpa

Der Brasilianer dürfte den meisten Fußballfans noch bekannt vorkommen. Von 2019 bis 2023 kickte der 31-Jährige beim VfL Wolfsburg, absolvierte insgesamt aber nur 60 Bundesligaspiele (neun Vorlagen). Verletzungen bremsten das Kraftpaket immer wieder aus.

In Erinnerung ist Otavio aber vor allem durch seine Monstergrätsche gegen Hoffenheims Munas Dabbur (34) in der Saison 2020/2021 geblieben. Der TSG-Stürmer musste nur noch ins leere Tor einschieben, doch Otavio hatte was dagegen. Tief in der Nachspielzeit rannte er über den halben Platz und senste Dabbur ohne Chance auf den Ball von hinten um.

Die Folge: glatt Rot, eine vier Spiele lange Sperre und zahlreiche Memes im Internet.

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Zwei Jahre später ging der Linksverteidiger dann nach Katar, wurde mit Al-Sadd dreimal Meister, doch nun ist er ablösefrei zu haben. Kehrt der Ex-Wolfsburg-Star jetzt nach Deutschland zurück?

Die 2. Liga kennt Otavio immerhin bereits. 2017 schloss sich der lauffreudige Linksverteidiger Ingolstadt an, absolvierte für die Schanzer insgesamt 35 Spiele im Unterhaus.

Zuletzt kickte Otavio im Wüstenstaat Katar.
Zuletzt kickte Otavio im Wüstenstaat Katar.  © Swen Pförtner/dpa

Otavio hat nur ein einziges Mal gegen Hertha BSC gespielt

Diese Rote Karte machte ihn berühmt: Otavio senst Munas Dabbur (34) von hinten um.
Diese Rote Karte machte ihn berühmt: Otavio senst Munas Dabbur (34) von hinten um.  © Uwe Anspach/dpa

Kurios: Obwohl er insgesamt vier Jahre lang in der Bundesliga gespielt hat, hat er das Olympiastadion nie von innen gesehen. Entweder fehlte er verletzt, wurde nicht für den Kader nominiert oder musste eine Gelbsperre absitzen. In acht Duellen mit Hertha stand er nur einmal auf dem Platz - beim 2:0 in Wolfsburg im Februar 2021. Eine Woche später erlangte er unfreiwillig Berühmtheit.

Klar ist aber auch: Entscheidet sich der Südamerikaner tatsächlich für Hertha, müsste er im Gegensatz zur Wüste Einbußen beim Gehalt machen.

Der Hauptstadtklub hat sich einen strikten Sparkurs verschrieben und als einziger Profiklub in Deutschland trotz zwölf Abgängen noch keinen einzigen Neuzugang verpflichtet. Und die Uhr tickt. In circa drei Wochen geht die 2. Liga schon wieder los.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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