Hertha spitze, aber Leitl mahnt: "Geht nicht, dass wir so viele Standard-Gegentore bekommen"

Berlin - Vier Siege nach vier Spielen, 12 Punkte, Platz eins - solch einen Startrekord hat es bei Hertha BSC noch nie gegeben.

Gegen Magdeburg klingelte es erneut nach einem Eckball.  © Andreas Gora/dpa

Selbst in der Saison 2012/2013, als die Berliner zuletzt durchmarschierten, standen die Blau-Weißen zum gleichen Zeitpunkt schlechter da.

Dass die Hertha-Stars nun ganz oben stehen, war allerdings Schwerstarbeit. Magdeburg war nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft, verlangte den Berlinern alles ab - und deckte eine altbekannte Schwäche auf: Herthas Anfälligkeit beim ruhenden Ball.

Das 1:1 war schon das dritte Gegentor nach einem Standard. Auch Stefan Leitl (49) legte den Finger in die Wunde. "Da müssen wir besser werden. Punkt. Es geht nicht, dass wir so viele Standardgegentore bekommen."

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Zuletzt klingelte es gleich dreimal nacheinander. Gegen Heidenheim war es nach einem Freistoß, in Braunschweig und nun gegen Magdeburg nach einer Ecke. Beide Male wurde der Torschütze aber auch sträflich allein gelassen. "Ich kann ein Standardgegentor bekommen, ich bin dann aber an meinem Mann. So darf ich das nicht bekommen", kritisiert der Coach das Abwehrverhalten.

Und Hertha ist gewarnt. Osnabrück, der kommende Gegner am Sonntag, traf beim 3:1 gegen Braunschweig zweimal nach einer Ecke.

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Stefan Leitl (49) legt den Finger in die Wunde.  © Andreas Gora/dpa

Leitl: "Um auf Dauer zu punkten, müssen wir besser Fußball spielen"

Nach der Gala gegen Heidenheim, dem dominanten Pokalauftritt und dem Spektakel-Sieg in Braunschweig zeigte Hertha eine neue Facette. Sie können auch dreckig gewinnen.

"Wir waren heute nicht in der Lage, eine Kontrolle in das Spiel reinzubekommen. Deshalb war auch Magdeburg überlegen. Das muss man auch ganz klar so sagen", so Leitl, der sich sehr glücklich über den Sieg zeigte.

"Trotzdem glaube ich, um auf Dauer zu punkten, müssen wir besser Fußball spielen. Das ist jetzt der Auftrag für die nächste Woche, dass wir das wieder mehr in die Mannschaft reinbekommen."

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