Herthas Power-Bank: Worüber sich Leitl bei Last-Minute-Winkler am meisten freute

Berlin - Das nennt man wohl ein glückliches Händchen. In Münster gelang Hertha BSC tief in der Nachspielzeit doch noch der Lucky Punch zum 2:1, weil Stefan Leitl (48) den Sieg eingewechselt hat.

Marten Winkler (23) ist mit seinem Siegtreffer der König der Lüfte.  © Bernd Thissen/dpa

Marten Winkler (23) konnte seine Schnelligkeit ausspielen, flitzte fast über den ganzen Platz und schloss ganz genau ab. Der Siegtreffer in der 93. Minute, eingeleitet ebenfalls von einem Einwechselspieler.

Boris Lum (18) fing erst den Ball ab, leitete ihn dann sofort weiter auf Winkler, der dann den Turbo zündete.

Schon in Nürnberg (2:1) brachten die Einwechslungen den benötigten frischen Wind. Auch da kam Winkler von der Bank, belebte mit seinem Tempo das Spiel.

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Am Samstag werden seine Qualitäten von Anfang an gefragt sein. Fabian Reese (28) sah seine fünfte Gelbe Karte. Der Kapitän muss gegen Bochum zugucken.

Beinah wäre das auch dem Matchwinner passiert. Beim Torjubel griff Winkler schon an sein Trikot, bereit, es auszuziehen, entschied sich aber doch noch um. "Ich habe geguckt, was Matte Winkler macht und war froh, dass er das Trikot nicht ausgezogen hat", scherzte Stefan Leitl (48) bei Sky über sein Fehlen in der Jubeltraube.

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Hertha BSC hat schon neun Jokertore

Lass dich drücken: Hertha-Kapitän Fabian Reese (28) wird in Bochum wohl von Matchwinner Marten Winkler ersetzt.  © Bernd Thissen/dpa

Ansonsten hätte Leitl jetzt ein Problem: Winkler steht bei vier Gelben Karten und dürfte Reese ersetzen: "Wir haben eine starke Bank und genau das ist es, was uns erfolgreich macht: dass wir nachlegen können. Wenn ich in der 70. Minute rausgehe und wir den Einwechsler zum Siegtorschützen befördern, bin ich mega happy", zitiert die Morgenpost den Kapitän.

Auch Lum sammelte Argumente. Durfte der Abräumer nach der Paderborn-Klatsche gegen Nürnberg nur in der U23 ran, schickte ihn Leitl für eine gute halbe Stunde rein. Der 18-Jährige war nicht nur wegen seines Assists einer der Auffälligen.

Generell zeigt sich: Der Chefcoach kann sich auf seine Einwechselspieler verlassen. Sie sind da, wenn sie gebraucht werden. Neun Tore hat Hertha schon durch seine Joker erzielt. Nur Hannover und Kaiserslautern haben noch öfter nach Einwechslung getroffen (10).

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Auffällig: Die Jokertore verteilen sich auch da auf mehrere Schultern. Die erfolgreichsten nach Einwechslung sind jeweils Luca Schuler (26) und Dawid Kownacki (28). Beide Stürmer stehen bei zwei Jokertoren.

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