Berlin - Er war der 16. Abgang von Hertha BSC und kehrt jetzt ins Olympiastadion zurück. Wenn der Hauptstadtklub am Samstag Arminia Bielefeld (13 Uhr/Sky) empfängt, wird auch Leon Jensen (29) mit von der Partie sein.
Der Mittelfeldspieler ist beim Zweitligisten wieder gefragt. Am Deadline Day schloss sich Jensen den Arminen an, feierte nur wenige Tage später gegen St. Pauli sein Debüt. Nach einem 45-Minuten-Einsatz gegen Heidenheim hat der 29-Jährige inzwischen einen Stammplatz, stand zuletzt zweimal nacheinander in der Startelf.
Bei Hertha hingegen war er nur noch außen vor. Stefan Leitl (49) hatte für Jensen trotz XXL-Umbruch keine Verwendung mehr. Nach einem Jahr und nur sieben Einsätzen brach Jensen seine Zelte in Berlin wieder ab.
Die Rückkehr zu seinem Heimatklub hatte er sich ganz anders vorgestellt. Zunächst noch als Stammkraft eingeplant, warf ihm eine komplizierte Muskelverletzung vollkommen aus der Bahn. Ging man zunächst noch von einer kurzen Verletzungspause aus, fiel Jensen fast die komplette Hinrunde aus.
Doch auch in der Rückrunde hatte Leitl keine Verwendung mehr. "Wie es dann gelaufen ist, fühlt sich im Nachhinein bescheiden an! Im Oktober 2025 hatte ich mich verletzt, im Januar 2026 war ich wieder fit. Seitdem wurde nicht mehr auf mich gesetzt. Und ich weiß nicht wirklich, warum es so gelaufen ist", sagte der Box-to-Box-Spieler zuletzt.
Leon Jensen von Hertha BSC nicht überrascht
Lediglich am vorletzten und letzten Spieltag (in Bielefeld) reichte es mal wieder für eine Kadernominierung. Da ging es für Hertha nur noch um die goldene Ananas. In Bielefeld aber zeigt der giftige Mittelfeldspieler wieder regelmäßig seine Qualitäten.
Jetzt könnte er ausgerechnet dem Hauptstadtklub wehtun. Überrascht vom herausragenden Saisonstart der noch immer ungeschlagenen Alte Dame ist Jensen allerdings nicht. "Ich hatte schon in der Vorbereitung das Gefühl, dass das mit der neuen Herangehensweise in dieser Saison etwas werden kann. Ich wünsche den Jungs weiter viel Erfolg. Nur gegen uns natürlich nicht."