Nicht Pedersen oder Grönning! Leitl von diesem Hertha-Star total begeistert: "Es war schon großes Kino"

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Berlin - Sein Doppelpack ebnete den Weg. Hertha BSC besteht mit dem 3:0 in Kaiserslautern die erste Reifeprüfung: Das war ein ganz starker Auftritt! Hielt die Alte Dame in der ersten Hälfte noch mit intensiven Zweikämpfen dagegen, ließen sie mit einem dominanten Auftritt im zweiten Durchgang die Muskeln spielen.

Vorlagengeber Jon Dagur Thorsteinsson (27, 4.v.l) freut sich mit seinen Kollegen über die Führung.
Vorlagengeber Jon Dagur Thorsteinsson (27, 4.v.l) freut sich mit seinen Kollegen über die Führung.  © Thomas Frey/dpa

Der Zweitliga-Start-Rekord von Bayer Leverkusen ist damit eingestellt. Neun Siege und ein Unentschieden, das gelang zuletzt nur der Werkself vor 48 Jahren. Nun auch Hertha!

Dank Sebastian Grönning (29) ist sogar die Sturm-Krise beendet. Der Däne war gleich zweimal zur Stelle, besorgte erst die Führung (17. Minute), dann das 2:0 (52.).

Eigentlich der perfekte Anwärter um als Matchwinner hervorzugehen, wäre da nicht sein Landsmann. Auch Mads Pedersen (30) war besonders auffällig, bereitete Grönnings zweites Tor mustergültig vor und setzte wenig zum Super-Solo an, um dann auch noch das 3:0 vorzubereiten (59.).

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Für Stefan Leitl (49) aber stach trotz Dänen-Power samt Doppelpack oder zweier Assists ein ganz anderer Spieler heraus: Jon Dagur Thorsteinsson (27). "Wir hatten einen Spieler auf dem Feld, der heute unfassbar gespielt hat - und das war Jon Thorsteinsson", lobte Leitl, der aber auch mit Grönning und Pedersen vollkommen zufrieden war. "Die Skandinavier haben einen guten Job gemacht."

Im Pokal saß Thorsteinsson zunächst noch auf der Bank. In Kaiserslautern stand der Isländer dann wieder in der Startelf und war gleich präsent. Seine Hereingabe verwertete Grönning zur Führung.

Thorsteinsson (l.) machte ein starkes Spiel
Thorsteinsson (l.) machte ein starkes Spiel  © Thomas Frey/dpa

Pedersen nimmt nach Top-Spiel-Sieg "vielleicht nur einen halben Döner"

Stefan Leitl (49) zeigt die Richtung an.
Stefan Leitl (49) zeigt die Richtung an.  © Thomas Frey/dpa

"Ich tue das normalerweise nicht, jemanden hervorzuheben, aber Jonny war schon sehr, sehr, sehr gut heute", so Leitl. "Erste Hälfte bereitet er das Tor super vor. Als er den Ball mit der Hacke über ein give and go weiterspielt, kann er noch ein Assist bekommen. Es war schon großes Kino, was Jonny heute geboten hat."

Beinahe hätte er seine Leistung selber mit einem Treffer gekrönt, traf aber nur Aluminium oder Julian Krahl (26) war zur Stelle. Gegen Grönning aber war auch Kaiserslauterns Top-Keeper machtlos.

Leitl hatte mal wieder den richtigen Riecher, sah es doch eigentlich danach aus, als bekäme Luca Schuler (27), der gerne gegen Kaiserslautern trifft, seine Chance.

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Der 27-Jährige ist aber außer Form und so setzte der Übungsleiter auf den seit August glücklosen Grönning. Ließ er im Pokal noch zwei Riesen liegen, war der Stürmer auf dem Betzenberg eiskalt. Erst nach Vorlage von Thorsteinsson, dann von Pedersen. Die schönste Vorlage hob sich der Däne jedoch fürs 3:0 auf.

Der Linksverteidiger war einfach nicht zu stoppen, nachdem Pedersen selbst den Ball im Mittelfeld erobert hatte und zum Super-Sololauf ansetzte, um an allen vorbeidribbeln. An der Grundlinie reklamierten die Berliner zwar noch Handspiel, Pedersen aber schaltete nicht ab und löffelte die Kugel zu Oluwaseun Adewumi (21). Spätestens jetzt war das Spiel entschieden.

Die Belohnung: Zwei freie Tage und der traditionelle Döner nach Auswärtssiegen. "Ich nehme vielleicht nur einen halben heute", sagte Pedersen, nachdem er und seine Teamkollegen bereits nach dem Pokalerfolg gegen Jeddeloh II zum Kebab gegriffen hatten. Nach Siegen schmeckt der Döner eben besonders gut. "Ich freue mich schon. Es ist eine geile Tradition." 

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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