Berlin - Diese Hertha macht einfach Spaß! Ungeschlagen stehen die Berliner auf Platz eins, haben alle ihre fünf Ligaspiele gewonnen. Besser geht's nicht! Die Berliner gewinnen und gewinnen.
Es klappt derzeit einfach ziemlich vieles - auch die Einwechslungen. Der Hauptstadtklub hat schon vier Joker-Tore. Nur Pele Wollitz (61) hat mit Energie Cottbus ein noch besseres goldenes Händchen. Der Aufsteiger hat bereits fünf Treffer nach Einwechslungen erzielt.
Bei Hertha aber ist es insofern besonders, da nach den vielen Abgängen die Befürchtungen groß waren, die Berliner wären speziell in der Breite zu dünn besetzt. Bislang aber geht die Rechnung der Alten Dame voll auf.
Die Einwechslungen sitzen. Sie beleben das Spiel. Neuzugang Oluwaseun Adewumi (21) steht schon bei drei Joker-Toren, eins davon der Siegtreffer, die anderen beiden jeweils die Entscheidung.
Auch Farid Alfa-Ruprecht (20) konnte sich in Osnabrück endlich belohnen, machte mit seinem Joker-Tor den Deckel drauf und hätte beinah sogar einen Doppelpack erzielt.
"Das Team funktioniert und das ist das Entscheidende, dass jeder sich komplett für dieses Team aufopfert und komplett integriert ist. Dann ist es auch egal, welcher Name kommt oder wer spielt", sagte Stefan Leitl (49) auf der Pressekonferenz.
Leitl: "Dann hast du es als Trainer relativ einfach."
Soufian Gouram (20) konnte in Osnabrück zwar nicht mit einem Tor punkten, dafür aber mit einer Vorlage und war auch sonst ziemlich auffällig. Zudem gab in einer heiklen Phase, in dem das Spiel zu kippen drohte, Selim Telib (20) sein Zweitligadebüt.
"Wir haben Vertrauen in die Jungs. Man sieht, dass die Automatismen passen, dass du positionsspezifisch wechseln kannst", so Leitl. "Sie erfüllen ihren Job und sie erfüllen ihre Aufgabe. Dann hast du es als Trainer relativ einfach."
Auch beim Top-Spiel am Samstagabend (20.30 Uhr/Sky/RTL) bei Dynamo Dresden könnte Leitls goldenes Händchen wieder gefragt sein. Hertha will die tolle Siegesserie fortsetzen. "Wir werden bei unserem Spiel bleiben. Das heißt für uns die gleiche Intensität, das gleiche Anlaufverhalten wie immer an den Tag zu legen und als Team eine sehr gute Leistung bringen. Wir wollen dieses Spiel gewinnen. Dazu brauchen wir eine gute Leistung von allen Beteiligten und so gehen wir an die Sache ran."
Auf ein Tor nach Einwechslung von Super-Joker Adewumi kann Leitl aber nicht hoffen. Der Österreicher wird erneut der ersten Elf angehören, verriet Leitl: "Er hat jetzt nachhaltig gezeigt, welches Talent er hat, ist klar im Kopf, hat gut trainiert die Woche über und wird am Samstag auch starten."