Schützenfest am 1. Advent: Hertha BSC schießt Elversberg ab

Berlin - Hertha BSC setzte sich hochverdient mit 5:1 gegen den Aufsteiger SV Elversberg durch. Nach drei Remis am Stück gab es endlich wieder einen Dreier.

Florian Niederlechner (33, 2. v.R.) war mit seinem Hattrick der überragende Akteur auf dem Rasen.
Florian Niederlechner (33, 2. v.R.) war mit seinem Hattrick der überragende Akteur auf dem Rasen.  © Soeren Stache/dpa

Keine vier Minuten waren gespielt, da lag die Alte Dame schon zurück. Eine Flanke des Aufsteigers bekamen die Berliner nicht bereinigt und schon stand es 1:0 für Elversberg. Der 17-jährige Paul Wanner nutze die erste Chance zur Führung - denkste.

Schiedsrichter Sven Jablonski entschied schmeichelhaft aus Berliner Sicht auf Handspiel. Hertha wirkte nach dieser Aktion wie benommen. Die Defensive des Absteigers zeigte sich vogelwild und konnte sich bei Tjark Ernst bedanken, dass es noch 0:0 stand.

Die Anfangsphase gehörte ganz klar dem SV Elversberg und dennoch führte Hertha nach zwölf Minuten mit 1:0. Ein weiter Einwurf von Fabian Reese landete vor den Füßen von Linus Gechter - der Innenverteidiger staubte trocken zur Führung ab.

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Wirklich lange währte die Freude der Herthaner aber nicht. Einen Ball von Wanner schnappte sich in der 15. Minute Thore Jacobsen, mit einem satten Schuss traf er aus 17 Metern zum 1:1. Die Partie kannte kaum Pausen und so erzielte Florian Niederlechner in der 23. Minute die erneute Führung für die Alte Dame.

Eine Unordnung im Strafraum des Aufsteigers nutze der 33-Jährige eiskalt aus. Die Partie hatte weiterhin enorm viel Unterhaltungspotenzial. Immer wieder gab es Torchancen auf beiden Seiten. Im Anschluss beruhigte sich das Spiel ein wenig und die Zweikämpfe wurden vermehrt im Mittelfeld geführt.

Mit einem 2:1 aus Sicht der Berliner ging die erste Halbzeit zu Ende.

Hertha BSC in Halbzeit zwei gnadenlos effektiv

Linus Gechter (19, rechts) gab mit seinem Treffer zum 1:0 den Dosenöffner.
Linus Gechter (19, rechts) gab mit seinem Treffer zum 1:0 den Dosenöffner.  © Soeren Stache/dpa

Anders als in der ersten Halbzeit verlief die ersten 15 Minuten in zweiten Durchgang sehr ruhig.

Doch wenn es in diesem Spiel so aussah, als würde die Partie ein wenig dahinplätschern, war die Hertha plötzlich zur Stelle.

Einen Traumpass von Jonjoe Kenny vollendete zum zweiten Mal Florian Niederlechner. Für den 33-Jährigen war es das vierte Tor in den letzten drei Spielen.

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In der 67. Minute schnürte Niederlechner dann sogar seinen Dreierpack. Einen eher verunglückten Schuss fälschte Elversberg unhaltbar ab. Der Mann des Spieles war damit gefunden. Die Abwehr des Aufsteigers bracht komplett auseinander und so war es in der 70. Minute Jonjoe Kenny, der mit einem tollen Schuss aus 16 Metern zum 5:1 traf.

Die Alte Dame zeigte sich hocheffizient, denn im zweiten Durchgang schossen die Berliner dreimal auf das Tor - dreimal war der Ball im Netz. Spätestens nach dem 5:1 aus Herthas Sicht war die Partie endgültig entschieden.

Viel passierte im Anschluss nicht mehr und somit durften sich die 33.097 Zuschauer über den ersten Sieg nach zuvor drei Remis in Folge freuen.

Wie wichtig der Dreier wirklich war, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Mit 21 Punkten schob sich die Elf von Trainer Pal Dardai auf den achten Rang vor und steht somit fünf Punkte über dem Strich.

Statistik zum Spiel Hertha BSC - SV Elversberg

Hertha BSC - SV Elversberg 5:1 (2:1)

Hertha BSC: T. Ernst - Kenny, Gechter, Kempf (46. Karbownik), Zeefuik - Klemens, Marton Dardai - Scherhant (81. G. Christensen), Niederlechner (73. Hussein), Reese (73. Winkler) - Tabakovic (59. Prevljak)

SV Elversberg: Kristof - Vandermersch (46. S. Sahin), Conrad, Jäkel, Neubauer - Fellhauer, T. Jacobsen - Feil (85. Pinckert), Wanner (85. Sicker), Rochelt (69. Boyamba) - Stock (69. Koffi)

Schiedsrichter: Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen) - Zuschauer: 33097

Tore: 1:0 Gechter (12.), 1:1 T. Jacobsen (15.), 2:1 Niederlechner (23.), 3:1 Niederlechner (61.), 4:1 Niederlechner (67.), 5:1 Kenny (71.)

Gelbe Karten: - / Conrad (2), Koffi (1)

Beste Spieler: Klemens, Niederlechner / Wanner, Stock

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

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