HSV gegen Köln vor richtungsweisendem Spiel: "Geht um sehr, sehr viel"

Hamburg - Topspiel im Volkspark! Der Hamburger SV will am Samstagabend (18.30 Uhr) gegen den 1. FC Köln den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Helfen soll dabei auch Kapitän Nicolas Capaldo (27).

HSV-Trainer Merlin Polzin (35) weiß um die Bedeutung des Spiels gegen Köln.
HSV-Trainer Merlin Polzin (35) weiß um die Bedeutung des Spiels gegen Köln.  © Andreas Gora/dpa

Das Duell der beiden Aufsteiger wird richtungsweisend. Während der HSV mit einem Sieg die 30-Punkte-Marke knacken könnte, ist der Effzeh fast schon zum Siegen verdammt. Die Kölner liegen nur dank der besseren Tordifferenz nicht auf dem Relegationsrang.

"Es ist ein Traditionsduell, in dem es um sehr, sehr viel geht", erklärte HSV-Trainer Merlin Polzin (35), der den Fokus lieber auf sein Team richten wollte. "Wir sind sehr gut unterwegs, sehen, dass wir uns in vielen Bereichen entwickelt haben", gab er an und verwies auf die Bilanz und vor allem die Anzahl der Gegentore in der Rückrunde (8/zusammen mit Leverkusen Bestwert).

In der Vergangenheit hatte gerade aber Köln-Trainer Lukas Kwasniok (44) mit seinen Mannschaften dem HSV immer wieder weh getan und dabei auf unterschiedliche Herangehensweisen zurückgegriffen. "Wir schauen nicht, was sie in der Vergangenheit gemacht haben", unterstrich Polzin erneut, auch wenn das 1:4 aus dem Hinspiel noch nicht ganz vergessen war. "Das wollen wir wettmachen."

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Helfen soll dabei Nicolas Capaldo, der aller Voraussicht nach wieder zur Verfügung stehen wird. "Wir müssen das Risiko eingehen und versuchen, es für dieses wichtige Spiel zu pushen", gab Polzin zu. "Wenn er das Gefühl hat, er kann spielen, spielt er auch. Er beißt extrem auf die Zähne."

HSV: Darum setzt Merlin Polzin weiterhin auf Damion Downs

Für Damion Downs (21) wird die Partie am Samstag besonders. Mit dem HSV trifft er auf seinen Ex-Klub 1. FC Köln.
Für Damion Downs (21) wird die Partie am Samstag besonders. Mit dem HSV trifft er auf seinen Ex-Klub 1. FC Köln.  © Marcus Brandt/dpa

Noch nicht ganz sicher ist hingegen die Besetzung im Angriff. Dort wäre Damian Downs (21) wohl aber besonders motiviert, schließlich geht es für ihn gegen seinen Ex-Klub. Andererseits wartet die Leihgabe noch immer auf seinen ersten Treffer.

"Er deckt viele Dinge ab, wo wir denken, dass wir erfolgreich sein können. Wir bewerten den Spieler nicht nur offensiv, sondern auch defensiv", betonte Polzin.

Meist sei es keine Entscheidung für oder gegen einen einzelnen Spieler, vielmehr gehe es darum, wie die Mannschaft erfolgreich sein kann. "Dafür brauchen wir verschiedene Profile, in denen sich die Spieler unterscheiden", erklärte der 35-Jährige. "In der Geschwindigkeit, in der Größe, mit und gegen den Ball."

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Natürlich wisse Polzin aber auch, dass ein Stürmer auf seine Tore wartet, doch am Ende stehe die Mannschaft über allem. Und die liefert im Augenblick in den entscheidenden Duellen ab, wie er meinte.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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