HSV gegen St. Pauli im Live-Ticker: TAG24 rechnet mit diesen Aufstellungen
Hamburg - Fußball-Hauptstadt Hamburg! Ganz Deutschland schaut am Freitagabend auf die Hansestadt: Um 20.30 Uhr treffen der HSV und der FC St. Pauli zum 112. Stadtderby aufeinander. TAG24 berichtet für Euch in einem Liveticker!

Nach mehr als 14 Jahren steigt das Duell zwischen den beiden Hamburger Vereinen wieder in der ersten Liga. Die Anspannung und Vorfreude auf das Derby ist in der ganzen Stadt spürbar - schließlich geht es um die Vorherrschaft in Hamburg.
Sportlich geht es erstmal "nur" um drei Punkte, nachdem beide Teams am ersten Spieltag unentschieden gespielt hatten. Der Sieger darf sich zumindest über Nacht nicht nur Derbysieger nennen, sondern auch Tabellenführer.
Im Vorfeld blieben die üblichen Scharmützel weitestgehend aus, beide Fangruppen riefen allerdings zu Märschen auf.
29. August, 16 Uhr: Mit diesen Aufstellungen rechnet TAG24
HSV: Heuer Fernandes - Omari, Elfadli, Torunarigha - Gocholeishvili, Capaldo, Remberg, Muheim - Sahiti, Königsdörffer, Dompé
St. Pauli: Vasilj - Wahl, Smith, Ritzka - Pyrka, Sands, Fujita, Oppie - Sinani - Hountondji, Pereira Lage
29. August, 15.30 Uhr: Ex-Kapitän Sebastian Schonlau mit klarer Derby-Ansage
Sechs Derbys erlebte Sebastian Schonlau mit, fünf davon als Kapitän. Vor wenigen Wochen verabschiedete sich der Abwehrspieler in Richtung Vancouver, nun richtete er aber ein paar Worte an seine ehemalige Kollegen.
"Wenn ich an unsere Derbys zurückdenke. Vor allem an die im Volkspark, die waren unglaublich. Also zeigt morgen, wem die Stadt wirklich gehört. Nur der HSV!"
Generell habe es der 31-Jährige geliebt für den Verein zu spielen. "Ich habe es geliebt, die Jungs immer wieder aufs Feld zu führen. Und als Kapitän des HSV so eine wichtige Aufgabe zu übernehmen." Am Ende bedankte sich der Routinier noch für die Unterstützung bei den Fans, die dem Team trotz zahlreicher Rückschläge treu geblieben waren.
29. August, 15 Uhr: Das sagen die Trainer zum Derby
Während St. Paulis Trainer Alexander Blessin das Hamburger Stadtderby zum ersten Mal miterleben darf und auch überhaupt das erste Mal im Volksparkstadion sein wird, war HSV-Coach Merlin Polzin schon einige Male dabei - aber noch nie als Hauptverantwortlicher. Früher stand er als Fan in der Kurve, in der zweiten Liga saß er achtmal auf der Bank als Co-Trainer.
Nun ist er erneut mittendrin. "Wir werden am Freitag nicht Elf gegen Elf spielen, sondern wir sind mindestens 50.000 HSVer, die alles geben werden, damit wir den Derbysieg holen", war sich Polzin sicher. Immerhin ist es für den HSV das erste Heimspiel in der ersten Liga seit sieben Jahren.
Blessin kennt ein Stadtderby zumindest aus seiner Zeit in Italien. Als er den Genua FC trainierte, traf er auf Sampdoria. Das Duell ging mit 0:1 verloren, sein Team verschoss in der Nachspielzeit einen Elfmeter. Am Ende der Saison blieb die Sampdoria in der Liga und Blessin stieg mit seiner Mannschaft ab.
Die Vorfreude auf den heutigen Abend und sein erstes Hamburger Derby ist dennoch groß: "Deutschlandweit sucht das seinesgleichen, es gibt aktuell keine Stadt mit zwei Bundesligavereinen. Es jetzt selbst mitzuerleben, ist eine große Sache."

29. August, 14.40 Uhr: Ultras mit klaren Ansagen an Mannschaften
Schon direkt nach dem ersten Spiel gab es von den Anhängern die ersten Ansagen an beide Teams für das Derby.
Nach dem spektakulären 3:3 gegen den BVB hielten die Ultras von St. Pauli ein Banner mit der Aufschrift "Holt für uns den Derbysieg" hoch.
Und natürlich ließen es sich auch die HSV-Fans nicht nehmen, ihrem Team eine Ansage mit auf den Weg zu geben. Im Anschluss an das torlose Remis in Gladbach schallte es "Die Stadt gehört uns, die Stadt gehört uns – scheiß auf St. Pauli, die Stadt gehört uns" aus den Kehlen der mitgereisten Fans.

29. August, 14 Uhr: Derby-Bilanz spricht deutliche Sprache
Am Freitagabend steigt das 112. Duell zwischen den beiden Hamburger Vereinen. Die Bilanz spricht eine eindeutige Sprache.
Von den bisherigen 111 Pflichtspielen konnte der HSV 70 gewinnen, St. Pauli hingegen nur 24. 17 Partien endeten mit einem Unentschieden. In der ersten Liga trafen beide Teams 16-mal aufeinander, die Rothosen entschieden acht davon für sich, die Boys in Brown nur zwei - das erste 1977 und das letzte 2011.
Torschütze damals: Gerald Asamoah. Der Sieg war zugleich aber auch der Anfang vom Ende. St. Pauli gewann zwar noch die darauffolgende Partie, holte aus den weiteren zwölf Spielen aber nur noch einen Zähler und stieg ab.
Das letzte Aufeinandertreffen im Volksparkstadion im April 2024 konnte der HSV durch einen Treffer von Robert Glatzel mit 1:0 für sich entscheiden und somit den Aufstieg des Erzrivalen im eigenen Stadion verhindern.

29. August, 13.30 Uhr: Derby auch für die Polizei ein "herausragender Einsatz"
Nicht nur für die beiden Vereine ist das Stadtderby etwas Besonderes, sondern auch für die Hamburger Polizei. "Auch für uns ist es ein Highlight und ein herausragender Einsatz", erklärte ein Sprecher auf TAG24-Nachfrage.
Am Freitagabend setzt die Polizei in großen Teilen wieder auf das bewährte Sicherheitskonzept der vorherigen Derbys - mit starken, aber angemessenen Kräften. "Wir zehren von der Erfahrungen, das hat sich bewährt", hieß es weiter.
Der zentrale Punkt der Einsatzkräfte dürfte klar sein: die strikte Trennung der beiden Fanlager. Denn eines ist klar, das Verhältnis zwischen den Anhängern des HSV und des FC St. Pauli wird als "feindschaftlich" eingestuft.
Mit entsprechenden Kräften und der Unterstützung aus anderen Bundesländern und der Bundespolizei werden auch die Fanmärsche begleitet.
29. August, 13 Uhr: Die wichtigsten Infos zu den Fanmärschen
Die Fanszenen beider Vereine haben sich für das Derby etwas Besonderes einfallen lassen.
Die HSV-Anhänger treffen sich um 15 auf dem Platz der Republik in Altona. Von dort aus ziehen sie über die Max-Brauer-Allee und den Lessingtunnel in Richtung Bahrenfelder Steindamm. Über den Bornkampsweg und die Schnackenburgallee geht es schließlich zum Stadion.
Die St.-Pauli-Fans haben zu einer "großen Fahrrad-/Rollertour" aufgerufen. Diese startet um 16.15 Uhr am Millerntor und führt über den Neuen Pferdemarkt und die Stresemannstraße RIchtung Volkspark. Passiert wird im Verlauf die Bahrenfelder und die Luruper Chaussee, ehe es über den Gästeeingang ins Stadion geht.

29. August, 12.31 Uhr: Christian Dingert leitet das Derby
Für ihn ist es eine Premiere! Schiedsrichter Christian Dingert leitet zum ersten Mal in seiner Karriere das Hamburger Stadtderby. Assistiert wird der Diplom-Verwaltungswirt von Stefan Lupp und Marco Achmüller sowie dem Vierten Offiziellen Florian Badstüber.
Als Video-Assistent fungiert Harm Osmers, der von Markus Sinn unterstützt wird.
Mit Blick auf die bisherigen Einsätze von Dingert hat der HSV einen kleinen Vorteil. Pfiff der 45-Jährige die Rothosen, konnten sie zehn der 22 Partien gewinnen und verloren nur fünf. Zuletzt leitete er den 1:0-Sieg gegen den 1. FC Köln in der vergangenen Saison.
Die Kiezkicker hingegen haben unter dem Referee eine ausgeglichene Bilanz: sieben Siege, sieben Unentschieden, sieben Niederlagen. An die letzte Begegnung dürften sie aber gute Erinnerungen. Es war das 2:2 bei Eintracht Frankfurt am vorletzten Spieltag, wodurch St. Pauli den Klassenerhalt feiern konnte.
29. August, 12 Uhr: Das 112. Hamburger Stadtderby steht an
Moin und herzlich willkommen aus Hamburg - zum 112. Stadtderby zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli! Noch sind es achteinhalb Stunden bis zum Anpfiff, bis dahin werdet Ihr mit allen wichtigen Informationen rund um das Duell von uns versorgt.
Titelfoto: Christian Charisius/dpa