HSV gegen St. Pauli im Live-Ticker: Beide Mannschaften im Stadion angekommen

Hamburg - Fußball-Hauptstadt Hamburg! Ganz Deutschland schaut am Freitagabend auf die Hansestadt: Um 20.30 Uhr treffen der HSV und der FC St. Pauli zum 112. Stadtderby aufeinander. TAG24 berichtet für Euch in einem Liveticker!

Die Fans des HSV haben auf ihrem Fanmarsch für ordentlich Stimmung gesorgt. Dazu wurden auch vereinzelt Rauchtöpfe gezündet.  © Ulrich Perrey/dpa

Nach mehr als 14 Jahren steigt das Duell zwischen den beiden Hamburger Vereinen wieder in der ersten Liga. Die Anspannung und Vorfreude auf das Derby ist in der ganzen Stadt spürbar - schließlich geht es um die Vorherrschaft in Hamburg.

Sportlich geht es erstmal "nur" um drei Punkte, nachdem beide Teams am ersten Spieltag unentschieden gespielt hatten. Der Sieger darf sich zumindest über Nacht nicht nur Derbysieger nennen, sondern auch Tabellenführer.

Im Vorfeld blieben die üblichen Scharmützel weitestgehend aus, beim HSV-Fanmarsch wurden aber die üblichen Anti-St.-Pauli-Schlachtrufe gesungen. Die FCSP-Anhänger radelten hingegen gemütlich Richtung Volkspark.

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29. August, 19.02 Uhr: St.-Pauli-Bus erreicht die Katakomben

Nur wenige Minuten nach dem HSV ist auch der FC St. Pauli im Volksparkstadion angekommen. Beide Teams bereiten sich nun auf das Derby vor.

Im Stadion selbst füllen sich immer mehr die Ränge, in gut zweieinhalb Stunden geht es endlich los.

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29. August, 18.44 Uhr: HSV-Team nähert sich dem Stadion

Während die Fans im Stau rund um das Volksparkstadion stehen, darf der HSV-Bus einfach auf die Gegenfahrbahn und an allen vorbei. In wenigen Augenblicken erreicht das Team von Merlin Polzin die Arena.

Der FC St. Pauli hingegen befindet sich noch auf der Anfahrt.

29. August, 18.15 Uhr: Nikola Vasilj steht vor seinem siebtem Derby

Für St. Paulis Keeper Nikola Vasilj ist es am Freitag bereits das siebte Derby, das er miterlebt. Mathias Pereira Lage steht hingegen vor seinem Debüt.

"Ich weiß, dass es schon lange kein Derby mehr in der Bundesliga gegeben hat", erklärte der Sommer-Neuzugang. "Ich bin sehr aufgeregt und will mein Bestes geben, damit wir gewinnen."

Vasilj weiß hingegen genau, was ihn erwartet. "Jeder ist heiß auf dieses Spiel. Es geht nicht nur um die drei Punkte, es geht um den Stolz in der Stadt. Es darum, wer die Nummer eins in der Stadt ist."

Während Torwart Nikola Vasilj (r) sein siebtes Derby für den FC St. Pauli steht, erlebt Neuzugang Mathias Pereira Lage (l) das Duell gegen den HSV zum ersten Mal.  © WITTERS

29. August, 17.53 Uhr: St.-Pauli-Anhänger düsen los

Gegen 17 Uhr setzte sich der Tross von Radlern, Rollerfahrern und Skatern der St.-Pauli-Anhänger in Bewegung.

Der Konvoi wurde zwischendurch immer wieder gestoppt, um ein Aufeinandertreffen mit den HSV-Fans zu vermeiden. Die Polizei spricht von rund 6000 Menschen.

Die Fans des FC St. Pauli machen sich per Rad, Roller oder Skateboard auf den Weg ins Stadion.  © Ulrich Perrey/dpa

29. August, 17.40 Uhr: HSV-Fans kommen am Stadion an

Während die Fans der Kiezkicker noch Richtung Volkspark radeln, sind die HSV-Anhänger bereits angekommen.

Der Vorplatz vor dem Stadion füllt sich mehr und mehr, die Spannung steigt. Noch sind knapp drei Stunden bis zum Anpfiff.

Der Fanmarsch des HSV hat das Volksparkstadion erreicht.  © NEWS5 / Sebastian Peters

29. August, 17.05 Uhr: So halten es die Promis mit den Hamburger Vereinen

In Hamburg muss man sich entscheiden: der HSV oder St. Pauli! So haben sich auch die Promis in der Hansestadt entsprechend aufgeteilt.

Mit dem HSV halten es unter anderem die beiden Komiker Oli Dittrich und Otto Waalkes, die Musiker Lotto King Karl, Olli Schulz und Scooter-Frontmann H.P. Baxxter, die Moderatorinnen Ina Müller und Janin Ullmann sowie ihr Kollege Olli Geißen, Koch Tim Mälzer, die Schauspieler Heino Ferch und Bjarne Mädel und ihre Kollegin Rhea Harder, und Blanco-Ex Andreas Ellermann.

Auf Seiten der Kiezkicker befinden sich unter anderem die Sänger Johannes Oerding und Thees Ullmann, "Die Ärzte"-Frontmann Bela B., die Moderatoren Elton, Steffen Hallaschka und Reinhold Beckmann, Koch Ralf Zacherl sowie Olivia Jones, Katharina Dürr, Ehefrau von Trash-TV-Star Stephen Dürr, die Schauspieler Sky du Mont und Axel Prahl und Versandhaus-Erbe Frank Otto.

Während Musiker Johannes Oerding dem FC St. Pauli die Daumen drückt, hält seine Ex-Partnerin Ina Müller zum HSV.  © Fotomontage: Swen Pförtner/dpa, Hendrik Schmidt/dpa

29. August, 16.14 Uhr: HSV-Fans setzen sich in Bewegung

Um 15 Uhr hatten sich die HSV-Fans in Altona am Platz der Republik getroffen, eine gute Stunde später startete der Marsch Richtung Volksparkstadion.

Begleitet von der Polizei wurden die typischen Schlachtrufe ""Scheiß St. Pauli" und "Hier regiert der HSV" skandiert, zudem wurde hier und da ein blauer Rauchtopf gezündet.

Die HSV-Fans haben ihren Marsch vom Altonaer Rathaus Richtung Stadion gestartet.  © NEWS5 / Sebastian Peters

29. August, 16 Uhr: Mit diesen Aufstellungen rechnet TAG24

HSV: Heuer Fernandes - Omari, Elfadli, Torunarigha - Gocholeishvili, Capaldo, Remberg, Muheim - Sahiti, Königsdörffer, Dompé

St. Pauli: Vasilj - Wahl, Smith, Ritzka - Pyrka, Sands, Fujita, Oppie - Sinani - Hountondji, Pereira Lage

29. August, 15.30 Uhr: Ex-Kapitän Sebastian Schonlau mit klarer Derby-Ansage

Sechs Derbys erlebte Sebastian Schonlau mit, fünf davon als Kapitän. Vor wenigen Wochen verabschiedete sich der Abwehrspieler in Richtung Vancouver, nun richtete er aber ein paar Worte an seine ehemalige Kollegen.

"Wenn ich an unsere Derbys zurückdenke. Vor allem an die im Volkspark, die waren unglaublich. Also zeigt morgen, wem die Stadt wirklich gehört. Nur der HSV!"

Generell habe es der 31-Jährige geliebt für den Verein zu spielen. "Ich habe es geliebt, die Jungs immer wieder aufs Feld zu führen. Und als Kapitän des HSV so eine wichtige Aufgabe zu übernehmen." Am Ende bedankte sich der Routinier noch für die Unterstützung bei den Fans, die dem Team trotz zahlreicher Rückschläge treu geblieben waren.

29. August, 15 Uhr: Das sagen die Trainer zum Derby

Während St. Paulis Trainer Alexander Blessin das Hamburger Stadtderby zum ersten Mal miterleben darf und auch überhaupt das erste Mal im Volksparkstadion sein wird, war HSV-Coach Merlin Polzin schon einige Male dabei - aber noch nie als Hauptverantwortlicher. Früher stand er als Fan in der Kurve, in der zweiten Liga saß er achtmal auf der Bank als Co-Trainer.

Nun ist er erneut mittendrin. "Wir werden am Freitag nicht Elf gegen Elf spielen, sondern wir sind mindestens 50.000 HSVer, die alles geben werden, damit wir den Derbysieg holen", war sich Polzin sicher. Immerhin ist es für den HSV das erste Heimspiel in der ersten Liga seit sieben Jahren.

Blessin kennt ein Stadtderby zumindest aus seiner Zeit in Italien. Als er den Genua FC trainierte, traf er auf Sampdoria. Das Duell ging mit 0:1 verloren, sein Team verschoss in der Nachspielzeit einen Elfmeter. Am Ende der Saison blieb die Sampdoria in der Liga und Blessin stieg mit seiner Mannschaft ab.

Die Vorfreude auf den heutigen Abend und sein erstes Hamburger Derby ist dennoch groß: "Deutschlandweit sucht das seinesgleichen, es gibt aktuell keine Stadt mit zwei Bundesligavereinen. Es jetzt selbst mitzuerleben, ist eine große Sache."

Während HSV-Trainer Merlin Polzin (l) das Derby bereits kennt, betritt FCSP-Coach Alexander Blessin Neuland.  © Fotomontage: Marcus Brandt/dpa, Daniel Karmann/dpa

29. August, 14.40 Uhr: Ultras mit klaren Ansagen an Mannschaften

Schon direkt nach dem ersten Spiel gab es von den Anhängern die ersten Ansagen an beide Teams für das Derby.

Nach dem spektakulären 3:3 gegen den BVB hielten die Ultras von St. Pauli ein Banner mit der Aufschrift "Holt für uns den Derbysieg" hoch.

Und natürlich ließen es sich auch die HSV-Fans nicht nehmen, ihrem Team eine Ansage mit auf den Weg zu geben. Im Anschluss an das torlose Remis in Gladbach schallte es "Die Stadt gehört uns, die Stadt gehört uns – scheiß auf St. Pauli, die Stadt gehört uns" aus den Kehlen der mitgereisten Fans.

Die Fans haben nach dem ersten Spiel direkt eine Derby-Nachricht an die Mannschaft geschickt. Am Millerntor hielten sie ein Banner mit der Aufschrift "Holt euch den Derbysieg" hoch.  © IMAGO / Noah Wedel

29. August, 14 Uhr: Derby-Bilanz spricht deutliche Sprache

Am Freitagabend steigt das 112. Duell zwischen den beiden Hamburger Vereinen. Die Bilanz spricht eine eindeutige Sprache.

Von den bisherigen 111 Pflichtspielen konnte der HSV 70 gewinnen, St. Pauli hingegen nur 24. 17 Partien endeten mit einem Unentschieden. In der ersten Liga trafen beide Teams 16-mal aufeinander, die Rothosen entschieden acht davon für sich, die Boys in Brown nur zwei - das erste 1977 und das letzte 2011.

Torschütze damals: Gerald Asamoah. Der Sieg war zugleich aber auch der Anfang vom Ende. St. Pauli gewann zwar noch die darauffolgende Partie, holte aus den weiteren zwölf Spielen aber nur noch einen Zähler und stieg ab.

Das letzte Aufeinandertreffen im Volksparkstadion im April 2024 konnte der HSV durch einen Treffer von Robert Glatzel mit 1:0 für sich entscheiden und somit den Aufstieg des Erzrivalen im eigenen Stadion verhindern.

Robert Glatzel entschied das letzte Derby mit seinem Treffer zugunsten des HSV.  © Christian Charisius/dpa

29. August, 13.30 Uhr: Derby auch für die Polizei ein "herausragender Einsatz"

Nicht nur für die beiden Vereine ist das Stadtderby etwas Besonderes, sondern auch für die Hamburger Polizei. "Auch für uns ist es ein Highlight und ein herausragender Einsatz", erklärte ein Sprecher auf TAG24-Nachfrage.

Am Freitagabend setzt die Polizei in großen Teilen wieder auf das bewährte Sicherheitskonzept der vorherigen Derbys - mit starken, aber angemessenen Kräften. "Wir zehren von der Erfahrungen, das hat sich bewährt", hieß es weiter.

Der zentrale Punkt der Einsatzkräfte dürfte klar sein: die strikte Trennung der beiden Fanlager. Denn eines ist klar, das Verhältnis zwischen den Anhängern des HSV und des FC St. Pauli wird als "feindschaftlich" eingestuft.

Mit entsprechenden Kräften und der Unterstützung aus anderen Bundesländern und der Bundespolizei werden auch die Fanmärsche begleitet.

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