Hamburg - Und schon ist er dahin, der Hype um den HSV nach dem Deadline-Day: Die Rothosen wurden am Sonntag vom 1. FSV Mainz 05 nach allen Regeln der Kunst zerlegt und unterlagen völlig verdient mit 0:5.
Die Hanseaten, bei denen mit Zakaria El Ouahdi und David Möller Wolfe zwei Last-Minute-Neuzugänge direkt in der Startelf standen, hatten vom Start weg Probleme mit dem schnellen Umschaltspiel der Gäste. Nadiem Amiri hätte schon in der zehnten Minute die Führung für die Mainzer erzielen können.
Diese fiel schließlich kurz darauf nach einem der zahlreichen Ballverluste der Hausherren in der Anfangsphase: Kapitän Nicolai Remberg leistete sich einen haarsträubenden Fehlpass, woraufhin die Gäste blitzschnell konterten und durch Sheraldo Becker auf 0:1 stellten (19.).
Der Treffer fiel genau in eine Phase, in der das Stadion gerade still war: Aufgrund eines Notarzt-Einsatzes in der Nordkurve hatten beide Fanlager kurzzeitig ihren Support eingestellt - bis die Mainzer Fans jubeln durften.
Und das konnten die mitgereisten Anhänger kurz vor der Pause noch ein zweites Mal: Über Amiri landete die Kugel rechts bei Becker, der völlig unbedrängt ins Zentrum geben durfte. Phillipp Mwene drückte das Leder am zweiten Pfosten zum 0:2 über die Linie (42.).
HSV gegen Mainz 05: Tietz und Königsdörffer machen es deutlich
Zur Pause nahm HSV-Coach Merlin Polzin gleich drei Wechsel vor, unter anderem brachte er den großen Hoffnungsträger Fábio Vieira, der lautstark vom Volkspark empfangen wurde. In Hälfte zwei sollte alles besser werden aus Sicht der Hamburger, doch es kam ganz anders.
Gerade einmal drei Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, als die Mainzer erneut zuschlugen: Becker passte von rechts in den Fünfer, wo Phillip Tietz die Kugel mit etwas Glück über die Linie bugsierte - 0:3 (48.). Was für eine kalte Dusche für die Rothosen!
In der Folge schalteten die Mainzer einen Gang zurück und überließen den Gastgebern die Initiative. Der Polzin-Elf fiel am heutigen Tage im Spiel nach vorn allerdings so gut wie gar nichts ein - daran konnte auch ein Vieira nichts ändern.
Stattdessen setzen die Gäste noch einen drauf und schraubten das Ergebnis durch Tietz (84.) und Ex-Hamburger Ransford Königsdörffer (90.+1) auf 0:5. Der Schlusspunkt eines völlig verkorksten HSV-Tages.
Statistik zum Bundesliga-Duell zwischen dem HSV und dem 1. FSV Mainz 05
Hamburger SV - 1. FSV Mainz 05 0:5 (0:2)
HSV: Heuer Fernandes - Capaldo, Bornauw, Torunarigha (46. Nandja) - El Ouahdi, Nadir (46. Fábio Vieira), Remberg, Wolfe (84. Lemke) - Adeline (46. Daka), Grönbaek - Moffi (64. Stange)
Mainz: Schwolow - Potulski, Gruber, Posch (87. Nakuzola)- Caci (84. da Costa), Kai. Sano (87. Maloney), Mwene, J.-S. Lee (87. Ruoppi), Amiri - Becker (67. Königsdörffer), P. Tietz
Schiedsrichter: Tobias Reichel (Sindelfingen)
Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Becker (19.), 0:2 Mwene (42.), 0:3 Tietz (48.), 0:4 Tietz (84.), 0:5 Königsdörffer (90.+1)
Gelbe Karten: El Ouahdi (1) / Caci (1), Mwene (2), Becker (1)
Tabelle 1. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Augsburg | 2 | 6:1 | 6 | |
| 2 |
|
SC Freiburg | 2 | 5:1 | 6 | |
| 3 |
|
Borussia Dortmund | 2 | 5:2 | 6 | |
| 4 |
|
SV 07 Elversberg | 2 | 7:5 | 6 | |
| 5 |
|
1. FSV Mainz 05 | 2 | 5:0 | 4 | |
| 6 |
|
FC Bayern München | 2 | 5:1 | 4 | |
| 7 |
|
Bayer 04 Leverkusen | 2 | 6:3 | 3 | |
| 8 |
|
RB Leipzig | 2 | 4:3 | 3 | |
| 9 |
|
VfB Stuttgart | 2 | 5:6 | 3 | |
| 10 |
|
SV Werder Bremen | 2 | 4:5 | 3 | |
| 11 |
|
1. FC Köln | 2 | 4:6 | 3 | |
| 12 |
|
SC Paderborn 07 | 2 | 0:1 | 1 | |
| 13 |
|
Eintracht Frankfurt | 2 | 4:6 | 1 | |
| 14 |
|
FC Schalke 04 | 2 | 0:3 | 1 | |
| 15 |
|
1. FC Union Berlin | 2 | 3:7 | 1 | |
| 16 |
|
TSG 1899 Hoffenheim | 2 | 4:6 | 0 | |
| 17 |
|
Borussia Mönchengladbach | 2 | 3:7 | 0 | |
| 18 |
|
Hamburger SV | 2 | 0:7 | 0 | |
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.