HSV siegt und Vuskovic trifft bei Abschied: Notarzteinsätze trüben die Party

Hamburg - Volkspark-Feeling pur! Der HSV hat sein letztes Heimspiel der Saison gegen den SC Freiburg nicht unverdient mit 3:2 gewonnen. Die Party wurde allerdings durch gleich drei Notarzteinsätze ein wenig getrübt.

HSV-Urgestein Bakery Jatta (r.) erzielte gegen Freiburg sein erstes Bundesliga-Tor für die Rothosen.  © WITTERS

Eine knappe Viertelstunde verging ohne nennenswerte Torchancen, doch mit der ersten richtigen Möglichkeit gingen die Hausherren sogleich in Führung: Nach einer Hereingabe von Otto Stange landete die Kugel mit etwas Glück bei Albert Grönbaek, der auf den zweiten Pfosten querlegte. Dort traf Urgestein Bakery Jatta erstmals für die Rothosen in der Bundesliga (14. Minute).

Die Antwort ließ allerdings nur 120 Sekunden auf sich warten: Die Hanseaten waren noch im Freudentaumel, als Lukas Kübler von rechts ins Zentrum flankte, wo der gebürtige Hamburger Igor Matanovic HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes mit einer starken Direktabnahme tunnelte - 1:1 (16.).

Während seines Jubels brachte der ehemalige Profi des FC St. Pauli anschließend die Zuschauer gegen sich auf: Er boxte gegen die Eckfahne samt HSV-Logo, was für reichlich Pfiffe von den Rängen sorgte.

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Freiburgs Torschütze Igor Matanovic erntete Pfiffe von den Zuschauern, weil er die Eckfahne samt HSV-Logo als Boxsack benutzte.  © WITTERS

Der Rest der ersten Hälfte war - abgesehen von einem Pfostentreffer durch Fábio Vieira (19.) - geprägt durch Stille auf den Rängen. Gleich zweimal kam es zu Notarzteinsätzen auf der Tribüne, weshalb beide Fanlager minutenlang ihren Support einstellten.

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HSV gegen Freiburg: Doppelschlag lässt Volkspark noch mal beben

Luka Vuskovic traf bei seinem mit Sicherheit letzten Auftritt im Volkspark zum zwischenzeitlichen 2:1 - und ließ sich ausgiebig feiern.  © Marcus Brandt/dpa

Nach dem Wiederanpfiff änderte sich das Bild nicht: Nur wenige Minuten waren gespielt, als es in der Nordkurve erneut zu einem Zwischenfall kam. Wieder war ein Notarzt im Einsatz, wieder schwiegen beide Fanlager für kurze Zeit und sorgten so für eine Geisterspiel-Atmosphäre.

Als der Support wieder da war, bedankte sich der HSV dafür mit einem Doppelschlag: Erst traf Luka Vuskovic bei seinem mit Sicherheit letzten Auftritt im Volkspark per abgefälschtem Freistoß zum 2:1 (64.), nur drei Minuten später ließ der gerade erst eingewechselte Fabio Baldé das 3:1 folgen (67.).

In der Schlussphase herrschte folglich wieder beste Stimmung im Rund, daran änderte auch der Anschlusstreffer von Matanovic kurz vor Schluss nichts mehr (87.) - es blieb beim 3:2-Sieg des HSV.

HSV - Hamburger SV HSV hofft bei letztem Heimspiel auf Europapokal-Kater beim SC Freiburg

Die Freiburger müssen sich entsprechend im Kampf um die Conference League am letzten Spieltag noch einmal strecken, während die Rothosen vor dem Saisonfinale beim Bayer 04 Leverkusen feiern dürfen.

Statistik zum Bundesliga-Duell zwischen dem HSV und Freiburg

Bundesliga, 33. Spieltag

Hamburger SV - SC Freiburg 3:2 (1:1)

HSV: Heuer Fernandes - Capaldo, L. Vuskovic (90.+5 Nandja), Omari - Jatta (65. Baldé), Remberg, Lokonga (80. Poulsen), Grönbaek, Fábio Vieira (90.+5 Lemke) - Stange (65. Philippe), Königsdörffer

Freiburg: Atubolu - Kübler (68. Scherhant), Ginter (71. Jung), Ogbus (68. Lienhart), Treu - M. Eggestein, Manzambi (58. Höfler), Beste (58. Makengo), Höler, Grifo - Matanovic

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Jatta (14.), 1:1 Matanovic (16.), 2:1 Vuskovic (64.), 3:1 Baldé (67.), 3:2 Matanovic (87.)

Gelbe Karten: Vuskovic (6), Capaldo (10) / Kübler (3), Höler (4)

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 33 117:35 86
2 Borussia Dortmund 33 68:34 70
3 RB Leipzig 33 65:43 65
4 VfB Stuttgart 33 69:47 61
5 TSG 1899 Hoffenheim 33 65:48 61
6 Bayer 04 Leverkusen 33 67:46 58
7 SC Freiburg 33 47:56 44
8 Eintracht Frankfurt 33 59:63 43
9 FC Augsburg 33 45:57 43
10 1. FSV Mainz 05 33 41:50 38
11 Hamburger SV 33 39:53 37
12 Borussia Mönchengladbach 33 38:53 35
13 1. FC Union Berlin 33 37:57 34
14 1. FC Köln 33 48:58 32
15 SV Werder Bremen 33 37:58 32
16 VfL Wolfsburg 33 42:68 26
17 1. FC Heidenheim 33 41:70 26
18 FC St. Pauli 33 28:57 26

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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