Hamburg - Der HSV trauert! Ilka Seeler (†89), Ehefrau von HSV-Legende Uwe Seeler (†85), ist in der Nacht zu Freitag verstorben. Sie wurde 89 Jahre alt.
Seeler ist im Kreise ihrer Familie in ihrem Zuhause in Norderstedt (Schleswig-Holstein) eingeschlafen, heißt es am Freitag.
Die Verstorbene war über Jahrzehnte an der Seite von "Uns" Uwe. Seit 1959 war das Paar verheiratet.
In seiner Mittelung zum Tod der Witwe des erfolgreichen Fußballers und Vereinsidols schrieb der Hamburger SV, dass sie nie nur ein "Anhängsel" von Uwe Seeler gewesen sei.
"Ob als Ehefrau, Mutter der gemeinsamen Kinder, Handballerin, Aufpasserin, später auch Unternehmerin, Oma und Uroma - Ilka war bei weiten nicht nur als Spielerfrau des berühmtesten HSV-Fußballers bekannt und beliebt", meldet der Klub und spricht damit gleichzeitig sein herzliches Beileid an die Familie und Angehörigen von Seeler aus.
"Sie war eine eigenständige, starke Frau, die auch nach Uwes Tod im Jahr 2022 Freundschaften pflegte und das Wohl der Familie über alles stellte. Ilkas verschmitztes Lächeln, ihre sportliche Begeisterung und ihre klare, direkte Art bleiben uns stets in Erinnerung und machen sie unvergessen. Ruhe in Frieden, liebe Ilka".
Ilka Seeler: Sportlerin und selbstbestimmte Frau
Ilka Seeler war früher selbst Sportlerin. Beim HSV stand sie als Amateur-Handballerin im Tor. Kennengelernt hatte sie ihren Mann 1953 beim HSV-Silvesterball.
Sich das Ja-Wort gegeben hatte sich das HSV-Begeisterte Paar 18. Februar 1959 wurden Ilka (geborene Buck) und Uwe in der Eppendorfer Hochzeitskirche St. Johannis.
Drei Töchter entsprangen ihrer Ehe. Kerstin, Helle und Frauke. Letztere ist die Mutter von Ex-HSV-Profi Levin Öztunali (30).
Neben der Kindererziehung wuppte sie selbstständig - entgegen damaligen Vorstellungen - auch einige organisatorische Dinge.
So buchte sie sich während Uwe Seeler 1970 für die Weltmeisterschaft nach Mexiko reiste selbst Flüge, Bahnfahrten und Hotels, um ihren Mann bei allen Deutschlandspielen von der Tribüne aus zu unterstützen.
Sie selbst erklärte vor Jahren gegenüber den Medien: "Es war damals eigentlich nicht üblich, dass eine Frau so eine Tour allein macht. Aber ich habe mich über diese Konventionen einfach hinweggesetzt."
Erstmeldung um 11.48 Uhr, Artikel aktualisiert um 13.05 Uhr.