Vuskovic keine Option: HSV mit dünnem Kader gegen starken VfB Stuttgart
Hamburg - In der Partie gegen den VfB Stuttgart am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) muss HSV-Cheftrainer Merlin Polzin (35) mal wieder auf einige Spieler verzichten - unter anderem auf Abwehrboss Luka Vuskovic (19).
Polzin habe schon eine Liste angelegt, gab er bei der Pressekonferenz vor dem Spiel am Freitagnachmittag bekannt. So viele Spieler stünden aktuell entweder nicht zur Verfügung oder auf der Kippe.
Darunter neben Sambi Lokonga (Oberschenkelprobleme) Jean-Luc Dompé (Fußprobleme), Miro Muheim (Rot-Sperre), Bakery Jatta, Yussuf Poulsen und Alexander Rössing-Lelesiit (Reha).
Ausgerechnet in der Auswärtspartie gegen einen "anspruchsvollen" VfB muss der Rothosen-Trainer nun auch noch auf seinen Abwehrboss verzichten.
Vuskovic habe sich eine Knieprellung zugezogen und sei am Sonntag - trotz aller Bemühungen seinerseits - einfach noch nicht fit genug.
"Er versucht alles, um sich zu pflegen und bereit zu sein", so Polzin über den 19-jährigen Verteidiger, der aktuell hoch motiviert als Allererster auf dem Trainingsgelände erscheine.
Mit Blick auf das Nordderby in der kommenden Woche mache sich der Coach aber keine Sorgen. Er sei voll überzeugt, dass sein Defensiv-Talent bis dahin wieder einsatzbereit ist. Polzin stecke demnach gegen den VfB sein vollstes Vertrauen in "alle Jungs, die zur Verfügung stehen".
HSV-Coach Polzin outet sich als heimlichen VfB-Fan
Trotzdem freut sich der Trainer auf die Begegnung im Schwaben-Ländle.
"Die Stuttgarter stehen für eine spezielle Art und Weise, Fußball zu spielen. Wenn man nicht selbst gegen sie spielt, macht es auch großen Spaß zuzuschauen", outete sich der gebürtige Hamburger.
Das Hinspiel im Volksparkstadion ordnet der 35-Jährige sogar als Highlight der Saison ein - und das nicht nur wegen des Last-Minute-Siegs der Rothosen.
Auch die respektvolle Reaktion vonseiten des gegnerischen Vereins und der Spieler auf die bittere Niederlage hätten ihm sehr imponiert, so Polzin.
Aus diesem Duell ziehe man viel Energie, um auch im Rückspiel zu punkten. Gelingen soll das durch ein "gutes und kompaktes Verteidigen" gegen eine "Qualität im Sturmzentrum auf Top-Level".
Zudem wolle man die Umschaltmomente nutzen, dort stabil sein und sich durchsetzen. "Da malen wir uns etwas aus, weil das unsere Stärke ist und weil es das Spiel am Sonntag sicher hergeben wird - aufgrund des Ballbesitzes."
Titelfoto: Bildmontage: Gregor Fischer/dpa, Andreas Gora/dpa

