Böse Pfiffe im Bruno, Ziegner sieht Rot: Lok Leipzig nicht mehr viel mehr als Mittelmaß!

Leipzig - Spätestens jetzt kann man sagen, dass Lok Leipzig in der Krise steckt! Am Mittwochabend erkämpften sich die Sachsen zwar spät noch ein 2:2 (0:2) im Bruno-Plache-Stadion gegen den BFC Dynamo, trotzdem wartet der Club somit weiter auf den ersten Heimerfolg in dieser Saison. Schon zur Halbzeit gab es böse Pfiffe vom Publikum. Am Ende wurde es ganz wild inklusive zweier Roter Karten unter anderem für Lok-Trainer Torsten Ziegner.

Da durfte schon früh gejubelt werden beim BFC Dynamo, die bei Lok Leipzig ein starkes Spiel machten und verdient zur Halbzeit mit 2:0 führten.  © Picture Point / Gabor Krieg

Die Gäste waren das bessere Team in der Anfangsphase. Neuzugang Jonas Wendlinger im Lok-Kasten musste gleich hellwach sein, um einige Bälle abzufangen.

Beim ersten Gegentor sah der Österreicher aber nicht so gut aus. Bei einem missglückten Abwehrversuch durch Lukas Wilton wusste der 26-Jährige nicht, ob er rausgehen oder im Kasten bleiben soll. Die schlechteste Wahl war es, sich für keine Variante zu entscheiden und sich von Valdemar Sadrifar überlupfen zu lassen (13.).

Wieder also kein Zu-Null-Spiel für das Team von Trainer Ziegner, das jetzt unbedingt offensiv gefährlicher werden musste. Der sehr aktive Ayodele Adetula probierte es in der 23. Minute mal aus der Entfernung, knapp rechts vorbei. Ansonsten lief alles nicht so rund beim Regionalliga-Meister.

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Und zwingender blieben die Hauptstädter mit ihren Aktionen. Nach 28 Zeigerumdrehungen hatte Lok ziemliches Glück, dass Filip Kusic nach einem misslungenen Rettungsversuch von Nils Kaiser das Leder nicht ins eigene Netz beförderte und auf der Linie noch retten konnte.

Doch es wurde mehr und mehr deutlich, wer im Bruno-Plache-Stadion im ersten Durchgang das Sagen hatte am Mittwochabend. Und nach einem überragend ausgespielten Angriff über rechts stand es dann schließlich auch 2:0, weil Levin Mattmüller die Kugel perfekt oben ins linke Eck zirkelte (37.). Die anschließenden Pfiffe im Rund galten sicher nicht diesem Angriff. Die lauten Pfiffe zur Halbzeit sicher auch nicht.

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Lok Leipzigs Trainer Torsten Ziegner verstand die Welt nicht mehr. Sein Team setzte wieder nicht das um, was er sich vorstellte.  © Picture Point / Gabor Krieg

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Lok Leipzigs neuer Tormann Jonas Wendlinger musste bei seinem Startelf-Debüt gleich mehrmals nach hinten greifen.  © Picture Point / Gabor Krieg

Ziegner tauschte zweimal zur Pause, brachte Ricky Bornschein und Farid Abderrahmane. Trotzdem wäre beinahe schon das 3:0 gefallen, aber Dadashov köpfte mutterseelenallein aus zwei Metern Entfernung nicht in Richtung Tor - unfassbare Szene (52.).

Von Lok kam kaum ein wirkliches Aufbäumen. Auch wenn es der BFC gut machte: Das war zu wenig, um überhaupt zum Punktgewinn zu kommen.

Und die haarsträubenden Fehler der letzten Wochen blieben nicht abgestellt. Tobias Dombrowa köpfte ohne Not in der Abwehr auf den freien Dadashov, der allein vor Wendlinger wieder nicht den Deckel drauf machte (64.).

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Das rächt sich ja oft, aber die Leipziger nutzten nur eine Minute später ihre bis dahin beste Chance nicht. Djamal Ziane schoss den Ball aus kurzer Distanz nur an den rechten Pfosten. Adetula sechs Minuten später an den linken - jetzt kam auch noch Pech dazu.

Doch Lok hielt den Druck jetzt hoch und kam in der 76. Minute tatsächlich zum Anschluss. Abderahmene gab von rechts flach in die Mitte auf Ziane, der nur noch einschieben musste. Jetzt wollte Blau-Gelb natürlich noch mindestens den Ausgleich - und das klappte! Ziane schnürte den Doppelpack in der zweiten Minute der Nachspielzeit, Wahnsinn!

Doch die letzten Minuten waren nur noch wild! Ziegner sah die Rote Karte, weil er sich zu sehr wegen eines Foulspiels beim Schiedsrichter beschwerte. Kusic kam in der fünften Minute der Nachspielzeit als letzter Mann auch noch zu seinem Platzverweis. Ein krasses Ende einer Partie, die letztendlich keinen Sieger hatte.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 9 30:6 23
2 Chemnitzer FC 9 18:4 20
3 FC Erzgebirge Aue 9 17:12 20
4 Greifswalder FC 9 20:14 16
5 FC Carl Zeiss Jena 9 13:7 16
6 Hallescher FC 9 12:6 16
7 BFC Dynamo 9 15:11 15
8 VSG Altglienicke 9 16:13 15
9 FSV Zwickau 9 11:13 14
10 1. FC Magdeburg II 9 19:18 13
11 1. FC Lokomotive Leipzig 9 18:18 12
12 BFC Preussen 9 11:13 9
12 SV Babelsberg 03 9 11:13 9
14 BSG Chemie Leipzig 9 9:13 6
15 RSV Eintracht 1949 9 12:22 6
16 Hertha BSC II 9 6:20 5
17 Tasmania Berlin 9 11:30 4
18 FSV 63 Luckenwalde 9 6:22 3

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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