Kusic-Strahl nach Rückstand! Lok Leipzig reichen vier Minuten, um Erfurt zu brechen

Leipzig - Nicht überzeugend gespielt - und trotzdem gewonnen! Lok Leipzig hat das Spitzenspiel der Regionalliga Nordost am Samstagnachmittag daheim gegen Rot-Weiß Erfurt mit 2:1 (2:1) über die Bühne gebracht. Nach einem verdienten Rückstand drehten die Sachsen spät im ersten Durchgang auf. Besonders sehenswert: Der Fernschusskracher von Filip Kusic! Weil die Gäste nach Wiederanpfiff einfach das Tor nicht treffen wollten, blieb es beim etwas glücklichen Sieg des Tabellenführers.

Die Fans von Lok Leipzig hatten richtig Bock auf das Spitzenspiel.
Die Fans von Lok Leipzig hatten richtig Bock auf das Spitzenspiel.  © Picture Point / Roger Petzsche

Die Gastgeber starteten zwar kontrolliert, versuchten sich langsam an den gegnerischen Kasten anzunähern.

Zum ersten Mal richtig gefährlich wurde es aber auf der anderen Seite. Erfurt konterte mehrfach, Stanislav Fehler prüfte Andreas Naumann, der aber direkt wach war (10.).

Marco Wolf, der kurz zuvor bereits die Latte getroffen hatte, machte dann aber das 1:0 für die Gäste. Im Fallen erwischte er das Leder trotzdem gut und versenkte das Rund rechts unten (14.).

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Auch in der Folge waren die Erfurter besser, schossen immer wieder auf den gegnerischen Kasten. Wie schon gegen Hertha Zehlendorf kam die Loksche nicht wirklich in Fahrt. Im Laufe der ersten Hälfte wurde es dann eher noch schlimmer.

Das Selbstverständnis, das Blau-Gelb in den letzten beiden Saisons auszeichnete, war überhaupt nicht zu sehen. Es brauchte eine Reaktion - und die kam eher überraschend. Lok konterte im eigenen Stadion. Jonas Arcalean wurde von Keeper Lorenz Otto von den Beinen geholt - es gab Elfmeter. Farid Abderrahmane trat an und verwandelte sicher halbhoch mittig (36.).

Plötzlich spielte nur noch Lok und schoss nur vier Minuten später das 2:1! Nach einem eigentlich abgewehrten Versuch rollte der Ball in die Mitte, wo Kusic angerauscht kam und per brachialem Strahl aus 18 Metern das Ding zentral unter die Latte nagelte (40.).

Blau-Gelb brauchte lange, um in Fahrt zu kommen und gefährlich vor dem Erfurter Tor zu werden.
Blau-Gelb brauchte lange, um in Fahrt zu kommen und gefährlich vor dem Erfurter Tor zu werden.  © Picture Point / Roger Petzsche
Jonas Arcalean wurde von den Beinen geholt, es gab Elfmeter. Das veränderte den Spielverlauf.
Jonas Arcalean wurde von den Beinen geholt, es gab Elfmeter. Das veränderte den Spielverlauf.  © Picture Point / Roger Petzsche

Lok Leipzig mit ganz viel Glück gegen Rot-Weiß Erfurt

Farid Abderrahmane verwandelte den Strafstoß zum 1:0 sicher.
Farid Abderrahmane verwandelte den Strafstoß zum 1:0 sicher.  © Picture Point / Roger Petzsche

Nach Wiederanpfiff hatten die Sachsen aber massives Glück, dass die Gäste nicht den Ausgleich erzwangen. Lok schwamm nach mehreren Standards in der Abwehr, doch bei jedem Schussversuch der Erfurter war ein Blau-Gelber im Weg.

Trotzdem: Es spielte nur Rot-Weiß. Es war ein Spiel mit dem Feuer der Leipziger, die sich eigentlich in der Halbzeit vorgenommen hatten, die knappe Führung auszubauen.

Erst zur Mitte der zweiten 45 Minuten wurde es etwas ruhiger auf dem Rasen. Das Anlaufen der Erfurter hatte viel Kraft gekostet. Trotzdem kam nie das Gefühl auf, dass kein Treffer fallen könnte.

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Bester Beweis: der Lattenkopfball nach einer Flanke von Maxime Awoudja in der 75. Minute. Naumann geschlagen, Lok wieder im Glück.

Schließlich ging es für die Hausherren nur noch darum, die Schlussphase zu überstehen und die drei Punkte einzusammeln. Erfreulich aus Sachsen-Sicht: Malik McLemore feierte nach knapp einem Jahr Verletzungspause sein Comeback auf dem Rasen.

Bis zum Schlusspfiff blieb es spannend. Erfurt warf alles nach vorn, doch der Treffer blieb den Thüringern verwehrt. Somit konnte Blau-Gelb am Ende einen etwas glücklichen 2:1-Erfolg feiern.

Filip Kusic erzielte mit seinem Schuss aus 18 Metern das umjubelte 2:1.
Filip Kusic erzielte mit seinem Schuss aus 18 Metern das umjubelte 2:1.  © Picture Point / Roger Petzsche
Erfurt war das bessere Team. Lok war oftmals einen Schritt zu spät.
Erfurt war das bessere Team. Lok war oftmals einen Schritt zu spät.  © Picture Point / Roger Petzsche

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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