Cardiff (Großbritannien)/Leipzig - Mit der klaren Intention, den Torwartkampf bei RB Leipzig nach dem Abgang von Péter Gulácsi (36) wieder spannend zu machen, war Ørjan Nyland (36) im August zu den Sachsen gewechselt. Nach starken Leistungen bei der Weltmeisterschaft war diese Hoffnung auch durchaus berechtigt. Inzwischen hat sich das Blatt aber gewendet.
Wie erwartet, ist bei den Roten Bullen bislang kein Vorbeikommen am starken Maarten Vandevoordt (24). Nyland blieb somit nur die Länderspielpause, um bei der norwegischen Nationalmannschaft wieder sein Können unter Beweis zu stellen.
Das ging in den vergangenen Tagen aber komplett in die Hose. Gegen Dänemark (3:2) und Portugal (1:2) patzte der RB-Schlussmann schon böse und geriet in seiner Heimat mächtig in die Kritik.
Trotzdem gab ihm Trainer Stale Solbakken (58) am Donnerstagabend auswärts gegen Wales eine weitere Chance. Doch auch die konnte der 36-Jährige nicht nutzen.
Der Freistoß zum entscheidenden 2:1 schlug im Torwart-Eck ein, weil Nyland, der den Standard zudem mitverursacht hatte, ein paar Schritte in die falsche Richtung gelaufen war.
Die Folge: Eine Degradierung seines Coachs für das nächste Spiel.
RB Leipzigs Nyland muss auf Einsätze hoffen
Am Sonntagabend gegen Portugal wird demnach sein Teamkollege Egil Selvik (29) Aufpasser zwischen den Pfosten. "Egil wurde am Mittwoch bei der Bekanntgabe der Mannschaft mitgeteilt, dass er gegen Portugal spielen wird", so Solbakken im norwegischen Fernsehen TV2.
Nyland muss also auf die Bank. Und kann nur hoffen, sich in der Bundesliga demnächst durchzusetzen. Solbakken: "Wenn Ørjan wieder Spielpraxis bekommt, also Einsätze in der Bundesliga, im Pokal oder in der Champions League erhält, dann wird er wieder in seinen Rhythmus kommen und seine Situation wird sich positiv entwickeln." Einfach wird das aber nicht.