Demichelis noch nicht einmal da und schon jetzt unter Druck bei RB Leipzig
Leipzig - Am 13. Juli startet RB Leipzig offiziell ins Training, um sich auf die neue Spielzeit vorzubereiten. Viele Fans hatten wohl vermutet, dass es bis dahin im Juni eher ruhiger bei den Sachsen zugehen wird. Nach dem unwürdigen Trainerrauswurf von Ole Werner (38) ist das aber alles andere als der Fall.
Denn die Roten Bullen müssen jetzt versuchen, den doch schon großen Image-Schaden wegzuspielen, den der ganze Vorgang mit sich gebracht hat.
Dass man grundsätzlich über eine Trainer-Entlassung sprechen kann, wenn die gewünschte sportliche Richtung nicht mit den Vorgaben des Coachs zusammenpasst, ist vollkommen legitim.
Dass aber gerade im Nachgang jeder die Schuld gefühlt zum anderen schiebt, was die Uneinigkeit in der Thematik offensichtlich erscheinen lässt, geht aber nicht.
Gerade vom Head of Global Soccer, Jürgen Klopp (59), hatten viele wohl einen besseren Umgang erwartet, zumal er selbst viele Jahre als Trainer aktiv war und weiß, wie hart das Geschäft läuft.
Sätze wie "Ich hoffe, dass Trainer acht, neun Jahre bei uns bleiben, weil sie denken, dass sie hier gut begleitet werden", die er zu seinem Amtsantritt gesagt hat, hallen jetzt erst recht nach, weil er quasi der Gegenpol sein wollte, der er jetzt im Fall Werner offenbar nicht war.
RB Leipzigs neuer Trainer direkt unter Druck
Das wird auf jeden Fall gleich mal ein richtig dickes Brett für den wahrscheinlichen neuen Trainer Martin Demichelis (45) – der laut "Sky" wohl schon in dieser Woche vorgestellt wird – einen Stimmungswechsel bei den Rasenballern zu erzielen.
Es braucht jetzt definitiv eine Art Aufbruchsstimmung, um Fans und Verantwortliche zu überzeugen, dass die Entscheidung für ihn die richtige war, auch wenn das "wie" sich so oder so falsch anfühlen wird.
Denn Fakt ist: Sollten die ersten Wochen unter Demichelis von Misserfolgen geprägt sein, wird es sehr schnell noch viel ungemütlicher in Leipzig werden.
Der Druck könnte demnach wohl schon jetzt nicht gigantischer sein.
Titelfoto: Alejandro PAGNI / AFP

