Erste Hälfte Pfui, zweite Hälfte Hui! Werner ballert RB Leipzig gegen Gladbach auf die Siegerstraße!

Leipzig - Lange wurde darüber spekuliert, wie das erste Bundesliga-Aufeinandertreffen von RB Leipzigs Max Eberl mit seinem Ex-Verein Borussia Mönchengladbach abläuft. Am Ende wurde es deutlich unspektakulärer als erwartet - mit dem sportlich besseren Ende für die Gastgeber!

Die Fans von Borussia Mönchengladbach ließen es sich erneut nicht nehmen, ihren Unmut über den Wechsel von Max Eberl zu RB Leipzig kundzutun.
Die Fans von Borussia Mönchengladbach ließen es sich erneut nicht nehmen, ihren Unmut über den Wechsel von Max Eberl zu RB Leipzig kundzutun.  © Picture Point / Roger Petzsche

Denn bis auf ein paar Plakate der Gästefans und 19 Minuten Protest per Trillerpfeife blieb es relativ ruhig außerhalb der Partie. Und beim Spiel selbst?

Die Gäste erwischten den besseren Start in der Red Bull Arena. Wenn Marcus Thurams Schuss aus kurzer Distanz in Minute zehn etwas platzierter gewesen wäre, hätte ihn Janis Blaswich womöglich nicht parieren können - und RB wäre früh einem Rückstand hinterhergelaufen.

Danach wurden die Hausherren etwas besser und arbeiteten sich langsam in den Borussia-Strafraum vor. Insgesamt lief auf beiden Seiten aber noch nicht ganz so viel zusammen.

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Mitte der ersten Halbzeit wurde deutlicher, dass die Roten Bullen nicht ganz auf der Höhe waren. Viele Fehlpässe und Unstimmigkeiten im Aufbauspiel sorgten nicht gerade für Gefahr - zumindest auf Gladbacher Seite!

Ein haarsträubender Querpass von Willi Orban landete am Ende bei Thuram, der aus kurzer Distanz knapp über die Latte schoss (32.).

Was die Nordrhein-Westfalen in der Abschluss-Konsequenz vermissen ließen, machten sie in der Verteidigung wieder wett. Gladbach stand geschlossen und machte es den Rasenballern enorm schwer, eine Lücke zu finden. Nach einer eher schwachen Halbzeit ging es mit 0:0 in die Kabinen.

Viel ging auf beiden Seiten in der ersten Hälfte nicht zusammen. Gladbach kam aufgrund einiger Leipzig-Patzer zu Chancen.
Viel ging auf beiden Seiten in der ersten Hälfte nicht zusammen. Gladbach kam aufgrund einiger Leipzig-Patzer zu Chancen.  © Picture Point / Gabor Krieg

RB Leipzig gegen Borussia Mönchengladbach: Wilder Start in die zweite Hälfte!

Willi Orban und Marcus Thuram wirkten in einigen Zweikämpfen nicht so, als würden sie schnell Freundschaft schließen wollen.
Willi Orban und Marcus Thuram wirkten in einigen Zweikämpfen nicht so, als würden sie schnell Freundschaft schließen wollen.  © Picture Point / Gabor Krieg

Kurz nach Wiederanpfiff wurde es gleich aufregender als in der gesamten ersten Halbzeit zuvor. Nach einem Traumpass auf Jonas Hofmann lief der frei auf Blaswich zu. David Raum grätschte dazwischen und verhinderte den Schuss. Da er dabei aber nur den Mann traf, gab es Elfmeter für Gladbach. Glück zudem, dass der Rasenballer dafür nur den Gelben Karton sah. (50.).

Alassane Plea lief an - doch sein flacher Schuss links konnte vom Leipziger Schlussmann pariert werden!

Jetzt wurde es wilder! Die Hausherren taten jetzt auch mehr in der Offensive und hatten gefühlt auch mehr Räume als in Halbzeit eins. Und dann belohnten sich die Sachsen schnell!

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Benjamin Henrichs eroberte den Ball noch in der Gladbacher Hälfte. Der Ball rollte zu Werner, der links antrat und im Straftraum sofort abschloss. Die Kugel knallte an die Latte und von dort ins Tor - was für ein Geschoss! (58).

Die Gastgeber drängten danach auf den zweiten Treffer und bekamen nun ebenfalls einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Amadou Haidara im Strafraum von Pechvogel Plea gelegt wurde. Emil Forsberg trat an und verwandelte ganz sicher rechts unten - 2:0 RB (71.).

Noch gaben sich die Gäste aber nicht auf. Manu Koné probierte es mit einem sehenswerten Fernschuss - doch Blaswich war wieder zur Stelle (77.). Und der Unterschied, der an diesem Tag entscheidend war: Auf der Gegenseite nutzte RB die Chancen. Nach einer Ecke leitete Yussuf Poulsen den Ball weiter zu Josko Gvardiol, der das Leder nur noch mit dem Knie über die Linie drücken musste (80.).

Danach passierte bis auf eine verpatzte Schussmöglichkeit von Dominik Szoboszlai (90.) nicht mehr viel. Nach dem 0:3 im Hinspiel gelang Leipzig schließlich die Revanche gegen Gladbach.

Den Elfmeter von Gladbachs Alassane Plea parierte Leipzigs Janis Blaswich stark!
Den Elfmeter von Gladbachs Alassane Plea parierte Leipzigs Janis Blaswich stark!  © Picture Point / Roger Petzsche
Freude pur bei den Roten Bullen! Timo Werner schoss RB mit seinem 1:0 auf die Siegerstraße.
Freude pur bei den Roten Bullen! Timo Werner schoss RB mit seinem 1:0 auf die Siegerstraße.  © Picture Point / Gabor Krieg

Für die Sachsen geht es am Dienstagabend im Champions-League-Achtelfinal-Rückspiel zu Manchester City. Gladbach hat bis Freitag frei und empfängt dann den SV Werder Bremen.

Statistik zum Spiel RB Leipzig gegen Borussia Mönchengladbach

RB Leipzig - Bor. Mönchengladbach 3:0 (0:0)

RB Leipzig: Blaswich - Henrichs, Orban, Gvardiol, Raum (77. Halstenberg) - Haidara (87. Simakan), Laimer (87. Kampl) - Szoboszlai, Forsberg (87. Olmo) - André Silva, Werner (76. Y. Poulsen)

Bor. Mönchengladbach: Sippel - Scally, Itakura, N. Elvedi, Netz - Kramer, Koné (90.+1 Fraulo) - J. Hofmann (90.+1 P. Herrmann), Neuhaus (72. Stindl), Pléa (72. H. Wolf) - Thuram (90.+1 Telalovic)

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiberg am Neckar)

Zuschauer: 46.687

Tore: 1:0 Werner (57.), 2:0 Forsberg (71./Foulelfmeter), 3:0 Gvardiol (80.)

Gelbe Karten: Raum (4) / -

Besondere Vorkommnisse: Blaswich (RB Leipzig) hält Foulelfmeter von Pléa (Bor. Mönchengladbach) (53.)

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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