Ex-Bulle schießt sich schon warm: Wie düster wird das für RB Leipzig bei Real Madrid?
Leipzig - So schnell wendet sich das Blatt wieder! Nach dem 6:0 gegen Eintracht Frankfurt und dem 1:0 in der Champions League gegen PSV Eindhoven schien Trainer Martin Demichelis (45) etwas aus der Schusslinie geraten zu sein. Nach dem desolaten 1:6 beim FC Bayern München am Samstag ist alles wieder anders.
Gefühlt ist der Druck nun noch viel größer geworden, weil wirklich ein "Klassenunterschied" zu sehen war, wie Sportchef Marcel Schäfer (42) im Nachgang wütend sagte.
Aufstellungsfehler, wie einen Lukas Klostermann (30) über eine Stunde lang spielen zu lassen, obwohl beim ehemaligen deutschen Nationalspieler überhaupt nichts funktionierte, werden dem Coach natürlich angerechnet.
Zudem sollte mit dem Argentinier das Feuer zurück zu RB kommen. Wille, Einsatzbereitschaft, Energie. Die Sachsen sind am Samstag sieben Kilometer weniger als die Münchner gelaufen, ein Armutszeugnis.
All das spricht nicht gerade für ein funktionierendes Team. Es ist aber natürlich sehr einfach, auf Mannschaft und Trainer draufzuhauen. Doch wem bringt das etwas?
Am Mittwochabend steht schon der nächste Kracher auf dem Plan. Die Roten Bullen sind in der Königsklasse bei Real Madrid (21 Uhr/DAZN) zu Gast.
Die Königlichen um Ex-RB-Star Yan Diomande (19) sind extrem gut drauf, gewannen am Sonntag mit 4:1 gegen den FC Sevilla. Der Ivorer hat sogar einen Treffer beigesteuert und kommt immer besser in Fahrt. Gegen seinen ehemaligen Verein dürfte er noch motivierter sein.
Welches Gesicht zeigt RB Leipzig bei Real Madrid?
RB konnte in der Fremde in dieser Saison noch keinen Punkt holen und ging teilweise sogar krachend unter wie beim 1:4 in Como oder eben bei den Bayern am Wochenende. Von der Mannschaft mit "zwei Gesichtern" wird aktuell gesprochen, weil die Leipziger in der Red Bull Arena momentan nicht besiegbar scheinen.
Fakt ist: Mit so einem Auftritt wie gegen den deutschen Rekordmeister könnte es in Spanien sehr, sehr ungemütlich werden. Man darf sicherlich gegen Real verlieren, aber nicht so emotionslos, wie man es gegen die Bayern getan hat. Sollte das noch einmal so passieren, wird es für Demichelis eng.
Titelfoto: PICTURE POINT/Marcel Engelbrecht/OSCAR DEL POZO / AFP
