RB-Leipzig-Ikone Kampl mit tief berührenden Worten: "Ich lache nicht mehr so viel wie früher"
Leipzig - Der Name Kevin Kampl (36) und RB Leipzig werden wohl immer fest miteinander verbunden sein. Nach fast neun Jahren bei den Sachsen beendete der Mittelfeldmann im Januar seine Karriere - aufgrund eines familiären Schicksalsschlags. Jetzt sprach er über das Erlebte.
Nach dem plötzlichen Tod seines 16 Jahre älteren Bruders im Oktober 2025 hatte der Slowene seinen Vertrag in Leipzig vorzeitig aufgelöst. Bei "Sky 90" hat er seine Geschichte noch einmal wiederholt und dabei extrem berührt.
"Ich merke das, dass ich nicht mehr derselbe Mensch bin wie vorher. Ich bin viel gefasster, ich lache auch nicht mehr so viel wie früher. Mich hat das wirklich geprägt und auch verändert. Ich habe jetzt einfach gemerkt, dass ich jetzt anders durchs Leben gehe", so der ehemalige Spieler der Rasenballer.
Zur tragischen Geschichte um seinen Bruder kam auch noch hinzu, dass sein Vater kurz danach nach schwerer Krankheit ebenfalls verstarb. Gerade Kampls Mutter würde die Situation extrem belasten.
Der 36-Jährige: "Und deswegen war es auch absolut die richtige Entscheidung für mich, im Dezember zu sagen: Ich muss nach Hause, ich muss zu meiner Familie. Am Ende ist es einfach so: Du weißt nie, wie viel Zeit hast du? Und die Zeit, die wir haben, sollten wir sinnvoll nutzen und das Beste draus machen."
Kevin Kampl erfuhr vor dem Training mit RB Leipzig vom Schicksal seines Bruders
Erst jetzt im TV berichtete Kampl davon, wie plötzlich die Nachricht vom Schicksal seines Bruders überhaupt kam. "Ich war in Leipzig in der Kabine, hatte zehn Minuten später Training, und dann bekommst du einen Anruf, dass sie gerade versuchen, deinen Bruder seit einer Stunde zu reanimieren."
Er sei dann direkt nach Hause geflogen und habe schließlich nach der Landung Nachrichten erhalten, "dass ich schnell ins Krankenhaus kommen soll, dass mein Bruder verstorben ist".
Mit ihm sei einer der "engsten Menschen in meinem Leben gegangen. Er war für mich alles in einem so ein bisschen: bester Freund, Bruder, auch Vaterrolle."
Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche
