Beim Spiel gegen Bremen: Freiburg-Fans erregen Aufsehen mit Spruch-Bannern!

Freiburg - In der Fußball-Bundesliga gibt es immer wieder beeindruckende Fan-Choreografien zu beobachten. Mit den riesigen Bannern feuern die Anhänger ihr Team an, provozieren den Gegner oder protestieren gegen Missstände. Und genau das haben jetzt die Fans des SC Freiburg am 2. Spieltag gegen Werder Bremen gemacht.

Die Fans des SC Freiburg positionieren sich eindeutig auf der Seite der spanischen Nationalspielerinnen.
Die Fans des SC Freiburg positionieren sich eindeutig auf der Seite der spanischen Nationalspielerinnen.  © Tom Weller/dpa

Die Anhänger der Breisgauer bezogen klar Stellung im Kuss-Skandal, der den spanischen Fußball seit rund einer Woche in Atem hält.

Denn seitdem der Präsident des spanischen Fußballverbands RFEF, Luis Rubiales (46), bei der Medaillenvergabe der Frauen-WM Jenni Hermoso (33) ungefragt auf den Mund küsste, vergeht kein Tag ohne zahlreiche neue Entwicklungen in der Affäre.

Dass die Furia Roja zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Weltmeistertitel geholt hat und Spanien damit zum ersten Land nach Deutschland wird, das sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die WM für sich entscheiden konnte, gerät hingegen völlig in den Hintergrund.

Genau hier setzt die Kritik der Freiburger Fans an. "Machtverhältnisse wieder 1A ausgespielt - Frauen gewinnen WM, toxische Männlichkeit in aller Munde", heißt es auf zwei Bannern, die sich während der Partie gegen Bremen quer durch den Block der Heimfans zog.

Luis Rubiales und Karl-Heinz Rummenigge kriegen ihr Fett weg

Mit mehreren Spruch-Bannern protestierten die Freiburger Fans gegen Luis Rubiales (46) und Karl-Heinz Rummenigge (67).
Mit mehreren Spruch-Bannern protestierten die Freiburger Fans gegen Luis Rubiales (46) und Karl-Heinz Rummenigge (67).  © Tom Weller/dpa

Doch damit nicht genug: Auch auf Rubiales persönlich geht der Protest ein.

Nachdem die ersten beiden Banner wieder eingerollt worden waren, holten die SC-Fans zwei weitere Transparente hervor. Darauf stand: "Faust statt Kuss für Rubiales & Rummenigge - sorry, mit Verlaub - absolut okay".

Eine glasklare Anspielung auf umstrittene Äußerungen von FC-Bayern-Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Rummenigge (67), der sich am Montag hinter den RFEF-Präsidenten stellte.

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Bei den "Sport Bild"-Award erklärte der 67-Jährige: "Ich glaube, man soll da nicht übertreiben. Wenn man Weltmeister wird, ist man emotional. Und was er da gemacht hat, ist - sorry, mit Verlaub - absolut okay."

Eine Haltung, die für die Freiburger Fans eindeutig nicht hinnehmbar ist.

Trotz des Protests gegen Rubiales und Rummenigge vergaßen die Anhänger natürlich nicht, ihr Team anzufeuern. Mit Erfolg: Ein Last-Minute-Treffer von Maximilian Philipp (29) bescherte dem SC Freiburg den Sieg und damit den perfekten Start in die laufende Bundesligasaison.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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