Drei Spiele, sieben Punkte: Dynamo ist das beste Team der Rückrunde

Dresden - Am Ende blickte man eher in enttäuschte Gesichter, denn den großen Sprung raus aus dem Keller hat Dynamo Dresden nach dem 1:1 gegen Arminia Bielefeld verpasst. Trotzdem ist Schwarz-Gelb nach drei Rückrundenpartien noch immer das beste Team im Bundesliga-Unterhaus!

Christoph Daferner (4.v.l.) traf per Kopf zur Dynamo-Führung.
Christoph Daferner (4.v.l.) traf per Kopf zur Dynamo-Führung.  © DPA/Robert Michael

"Unterm Strich war es aber ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten. Wir haben gegen Bielefeld im direkten Duell jetzt vier Punkte geholt", bilanzierte Dynamo-Coach Thomas Stamm eher positiv.

"Außerdem sind das jetzt sieben Punkte aus den ersten drei Spielen. Trotzdem hätten wir auch jetzt gerne drei mitgenommen. Manchmal muss man es dann eben auch einfach akzeptieren."

Je nachdem, wie man auf das dritte Kellerduell binnen drei Wochen schaut, hat sein Team einen Punkt gewonnen, oder eben zwei verloren. Denn nach dem Führungstor durch Christoph Daferner (43.) - mal wieder nach einer Standardsituation - war durchaus noch mehr drin.

Wechselgerüchte um Amoako: Was Stamm dem Dynamo-Juwel raten würde
Dynamo Dresden Wechselgerüchte um Amoako: Was Stamm dem Dynamo-Juwel raten würde

Dynamo zu diesem Zeitpunkt erstmals seit Ende November (14. Spieltag) wieder auf einem Nichtabstiegsplatz, Jakob Lemmer (45./56./65.) hätte das noch zementieren können. "Wir waren im letzten Drittel nicht so sauber, wie wir es schon waren, um einen Dreier mitzunehmen", ärgerte sich Stamm. Zumal das die einzigen Aktionen waren, die für Torgefahr sorgten.

Alle Augen auf Tim Schreiber (l.): Der Dynamo-Hüter zeigte eine fehlerlose Partie.
Alle Augen auf Tim Schreiber (l.): Der Dynamo-Hüter zeigte eine fehlerlose Partie.  © Lutz Hentschel
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Zu wenige Tore in Halbzeit zwei - Dynamo Dresden trifft lieber früh

Trainer Thomas Stamm (r.) besprach sich mit Kofi Amoako. Die zweite Hälfte dürfte nicht nach dem Geschmack des 42-Jährigen gewesen sein.
Trainer Thomas Stamm (r.) besprach sich mit Kofi Amoako. Die zweite Hälfte dürfte nicht nach dem Geschmack des 42-Jährigen gewesen sein.  © Lutz Hentschel

Insgesamt Schwarz-Gelb ohne die erkrankten Niklas Hauptmann und Vincent Vermeij mit zu wenig Entlastung, und "mit dem Elfmeter drehte das Spiel ein bisschen. Dann hast du nicht mehr die Entlastungsmomente und die Chancen, die du brauchst", so Dynamos Coach.

Alexander Rossipal stellte sich in der 63. Minute im Tackling zu ungeschickt an, Monju Momuluh nahm es dankend an und Tim Handwerker verwandelte den Strafstoß eine Minute später ziemlich souverän.

Danach musste Tim Schreiber noch seine Qualität beweisen. Dynamos Keeper spielt seit Wochen in guter Form, glänzte einmal gegen Marius Wörl (71.) so richtig. Dahingehend vielleicht ein gewonnener Punkt, zumal die SGD in Halbzeit zwei einfach zu ungefährlich agierte. 19 der 29 Saisontore fielen in den ersten 45 Minuten - wie auch vier der fünf in der Rückrunde.

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Und um positiv zu bleiben: Nur drei andere Teams in der 2. Bundesliga sind in der Rückrunde noch ungeschlagen, keines aber hat so viele Punkte. Sieben Zähler nach drei Spielen sind eine starke Bilanz, die wohl jeder in der Winterpause unterschrieben hätte. Zumal alle Punkte auch gegen direkte Konkurrenten geholt wurden.

Wagner gegen Wagner: Schiri Felix Wagner (l.) schickte Robert Wagner (M.) in der Nachspielzeit zum Duschen.
Wagner gegen Wagner: Schiri Felix Wagner (l.) schickte Robert Wagner (M.) in der Nachspielzeit zum Duschen.  © Robert Michael/dpa

Dynamo Dresden gastiert bei Schalke 04

"Ich würde sagen, das Unentschieden ist ein solides Resultat für uns. Das nehmen wir so mit", befand Torschütze Daferner. "Klar, nach den letzten zwei Spielen hätten wir uns natürlich auch gewünscht, so weiterzumachen. Aber ich sage trotzdem, mit sieben Punkten aus drei Spielen kann man zufrieden sein."

Nächste Woche geht es für den 16. der Tabelle nach Gelsenkirchen. Auch der Tabellenführer FC Schalke 04 - übrigens mit zwei Zählern Rückrunden-Vorletzter - erwartet starke Dresdner.

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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