Sechs Zweier, eine Fünf: Dynamo-Noten zum Heim-Remis gegen Arminia Bielefeld
Dresden – Immerhin nicht verloren! Dynamo Dresdens 1:1 (1:0) gegen den Abstiegskonkurrenten Arminia Bielefeld ließ ein paar Fragen offen. Der große Sprung aus dem Keller wurde aufgrund individueller Fehler verpasst, trotzdem bleibt Schwarz-Gelb in der Rückrunde dank neuer Stärken ungeschlagen. Die TAG24-Noten:
Tim Schreiber: Konkurrent Elias Bethke hat es inzwischen auf die Bank geschafft, Dynamos Nummer eins beeindruckt das nicht. Schon wieder ein gutes Spiel vom Keeper, gegen Wörl (71.) stark zur Stelle. Beim Ausgleich-Elfer (67.) sauber verladen worden. TAG24-Note: 2
Jonas Sterner: Die ersten beiden Flanken (binnen drei Minuten) waren ganz schöner Murks, die Standards wie vorm 1:0 (43.) waren deutlich gefährlicher. Aber der Außenverteidiger hatte einige unglückliche Momente, gerade im Spiel nach vorn. Note: 4
Julian Pauli: Hatte unfassbares Glück, dass Telalovic (23.) Zentimeter im Abseits stand, weil er einfach nicht mitmachte. Dabei kam er so stark ins Spiel und hatte auch danach wieder starke Zweikämpfe. Note: 2
Thomas Keller: Zur Abwechslung mal kein Tor von ihm. Ist ja auch nicht seine Hauptaufgabe. Das Toreverhindern klappte relativ gut. Ein paar kleine Wackler waren aber dabei. Sein Nebenmann war in Sachen Zweikämpfe auffälliger. Note: 3
Alexander Rossipal: Ein bisschen Glück war dabei, als er in der 47. den Ball im Strafraum mit dem Oberarm runternahm. Den Elfer gab’s erst 20 Minuten später wegen eines ungeschickten Tacklings an Momuluh. Er kann deutlich mehr. Note: 5
Kofi Amoako: Sein erstes Saisontor vor einer Woche sorgte für eine Portion Selbstvertrauen. Kam defensiv richtig gut rein, hatte starke Ballgewinne. Offensiv eher na ja, aber 14 gewonnene Zweikämpfe sind Bestwert im Spiel. Note: 3
Robert Wagner: Richtiger starker Block nach einer Ecke (11.) gegen Sickers‘ Distanzhammer. 15 Minuten später gab’s leider die fünfte gelbe Karte. Er fehlt in Schalke, brachte es lange Platzverweis gefährdet ganz gut runter – bis zur 90.+1. Da gab es Gelb-Rot für ein "ungewolltes" Ballwegschlagen. Er habe den Pfiff nicht gehört, wollte abspielen. Note: 4
Dynamos Daferner trifft bei Startelf-Rückkehr
Luca Herrmann (bis 63.): Für das Tor des Jahres 2025 hat es leider nicht gereicht, dafür mit der Startelf, weil Niklas Hauptmann krank fehlte. Sehr bemüht und ein bisschen der Vater des 1:0, weil er richtig stark Lemmer freispielte, dessen Abschluss zur Ecke führte. 8,7 km waren bis zu seiner Auswechslung Bestwert in Schwarz-Gelb. Note: 2
Jason Ceka (bis 74.): Wird von Spiel zu Spiel immer besser, die Überzeugung in die eigene Stärke wächst. Ist die bei 100 Prozent, haut er das Leder nach der Ecke (8.) in die Maschen. Macht er so weiter, ist sein Premierentor nicht mehr weit weg. Note: 3
Christoph Daferner (bis 83.): Erstmals seit dem zwölften Spieltag wieder von Beginn an. Dynamos bester Scorer profitierte von der Krankheit Vincent Vermeijs, trug sogar die Kapitänsbinde. Und wie wichtig war bitte schön (für ihn) sein Führungstreffer (43.) nach Ecke! Sonst hatte er einen schweren Stand. Note: 2
Jakob Lemmer (bis 74.): Lange überhaupt nicht zu sehen, dann entdeckte er plötzlich sein Tempo und dass er auch mit Links abschließen kann. Zwei gefährliche Abschlüsse (42./45.) in Durchgang eins, noch drei weitere (56./65./74.) mit rechts – keiner auf dem Platz hatte mehr. Leider aber nicht vom Glück verfolgt, dafür defensiv viel geackert. Note: 2
Ben Bobzien (ab 63.): Kam eher überraschend für Herrmann ins Spiel und deutete erst in der 90. Minute auf Höhe der Mittellinie mal an, was für ein Tempo er aufnehmen kann. Einmal (74.) klaute Lemmer ihn den Ball. Wer weiß, was passiert wäre. Note: 3
Nils Fröling (ab 74.): -
Tony Menzel (ab 74.): -
Stefan Kutschke (ab 83.): -
Titelfoto: Lutz Hentschel

