Abstiegskampf geht für Dynamo in die heiße Phase: Was jetzt für Dresden spricht

Dresden - Die Crunchtime ist angebrochen. Und die wird megaspannend. Bochum als Tabellenzehnter hat sich mit 36 Zählern etwas entfernt, ist aber noch nicht durch. Fürth hat als Vorletzter gerade sechs weniger. Die halbe Liga steckt mittendrin im Abstiegskampf. Dynamo (28) hat alles selbst in der Hand, muss noch gegen vier Mitkontrahenten ran - gegen Bochum, in Düsseldorf, in Braunschweig und gegen Kiel.

Nach dem vierten Auswärtssieg der Saison war die Laune bei den Dynamo-Profis bestens. Sie wurden von den 9000 mitgereisten Fans gefeiert.  © dpa/Daniel Karmann

19 Punkte hat Dresden in den bisherigen zwölf Spielen der Rückrunde geholt und damit schon sechs mehr als in der kompletten Hinrunde. Aber das reicht noch nicht, mindestens sechs oder sieben müssen noch her.

Der Vorteil für die SGD: Nach dem 2:0 in Nürnberg ist die Truppe wieder in der Spur. Die Stamm-Elf hat von allen hinter ihr stehenden Teams die beste Tordifferenz, hat 47 geschossen und 47 bekommen. Das kommt einem Zusatzpunkt gleich. Und: Außer Kaiserslautern steckt eben jeder Gegner mit drin. Was auch nicht vergessen werden darf.

Die Schwarz-Gelben haben durch die Aufholjagd bewiesen, das die Form stimmt und auch die Nervenstärke da ist. Für Dresden war bisher jede Partie ein Endspiel. Die Ruhe zeichnet das Team aus - im Gegensatz zu Düsseldorf, Fürth oder Kiel, die mit ganz anderen Voraussetzungen in die Saison gestartet sind.

Dynamo Dresden Dynamo-Coach Stamm muss basteln - Boeder und Herrmann als Alternativen

Gab es jemals so ein spannendes und enges Rennen um den Klassenerhalt? "Nee, tatsächlich nicht", antwortet Lukas Boeder (28), der in Nürnberg als Kapitän auflief und überzeugte.

Anzeige

Dynamos Boeder heiß auf die entscheidenden Wochen

Blickt voller Energie auf die heiße Saisonphase mit den Dynamos: Lukas Boeder (28).  © Lutz Hentschel

"Ich war auf jeden Fall noch nie in so einem Abstiegskampf drin." Was ihm dabei überzeugt, ist eben die Ruhe und Gelassenheit im Team. Von Nervosität keine Spur.

"Du merkst, sagen wir mal, wenig bei uns in der Truppe, weil wir uns auf uns konzentrieren. Wirklich, das muss man sagen", erklärt Boeder und ergänzt: "Wir arbeiten an uns, haben nach jedem Spiel gute Analysen. Wir sagen: Hey, wir machen das gut, wir müssen uns vor keinen Gegnern verstecken. Wir sind die ganze Zeit relativ klar einfach bei uns, sind einfach zuversichtlich und guter Dinge, dass wir einfach jedes Spiel gewinnen können."

Scheint alles nicht nur so dahergesprochen, sondern genauso zu sein. Sonst hätte die Mannschaft nicht trotz der vielen Ausfälle in Nürnberg so geliefert. Daher freut sich die Truppe auf die Crunchtime: "Wir haben Bock auf die letzten Spiele", grinst Boeder.

Tabelle 2. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Schalke 04 29 41:25 58
2 SC Paderborn 07 29 51:34 57
3 Hannover 96 29 49:35 53
4 SV 07 Elversberg 29 49:32 52
5 SV Darmstadt 98 29 50:34 50
6 Hertha BSC 29 43:34 47
7 1. FC Kaiserslautern 29 49:41 46
8 Karlsruher SC 29 47:53 40
9 1. FC Nürnberg 29 38:40 37
10 VfL Bochum 1848 29 43:41 36
11 SG Dynamo Dresden 29 47:47 32
12 Holstein Kiel 29 36:43 32
13 Arminia Bielefeld 29 42:44 31
14 Fortuna Düsseldorf 29 27:45 31
15 1. FC Magdeburg 29 46:55 30
16 Eintracht Braunschweig 29 31:49 30
17 SpVgg Greuther Fürth 29 40:61 30
18 SC Preußen Münster 29 31:47 28

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: