Abstiegskampf mit Dynamo? Vermeij hat schlechte Erfahrungen

Dresden - Wird Vincent Vermeij (31) zum entscheidenden Faktor im Abstiegskampf? Dynamo Dresdens Stürmer ist das nach eigener Aussage eigentlich schon mal gewesen - der Ausgang dürfte aber niemandem gefallen!

Vincent Vermeij (31) hat sich bei Dynamo Dresden in die Startelf gespielt und will die SGD aus der Gefahrenzone schießen.
Vincent Vermeij (31) hat sich bei Dynamo Dresden in die Startelf gespielt und will die SGD aus der Gefahrenzone schießen.  © Lutz Hentschel

In der Saison 2015/16 spielte der Niederländer in seinem Heimatland mit BV De Graafschap in der 1. Liga gegen den Abstieg, kam aber erst zur Rückrunde wirklich zum Zug.

"Da habe ich nicht so viel gespielt in der Hinrunde, leider. In der Rückrunde habe ich dann alles gespielt. Du musst es nicht glauben, aber wir haben viel besser gespielt", erinnert sich Vermeij mit einem Augenzwinkern.

"Sonst hätte ich es nicht erwähnt. Aber es war wirklich so. Leider hat es trotzdem nicht gereicht. Aber wir haben sehr gut gespielt. Damals hatten wir auch ein ganz anderes Gefühl in der Rückrunde gehabt, wie wir gespielt haben, ein ganz anderes Vertrauen."

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Diese Erfahrung ist es, die dem 1,95-Meter-Hünen Hoffnung macht. Damals reichte es für den Stürmer in den ersten 17 Partien häufig nur zu Kurzeinsätzen und zwei Toren. Erst zum Ende der Hinrunde hieß es Startelf, in der Rückrunde war er gesetzt (sieben Tore).

In der aktuellen Lage werden bei Vincent Vermeij Erinnerungen wach

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"Never Give Up": das Motto von Dynamo Dresden nicht nur im Trainingslager.  © Lutz Hentschel

Zehn Jahre später ähnelt sich seine Situation stark. Nach der Viruserkrankung war Vermeij erst spät Startelf-Kandidat.

"Wie gesagt, damals haben wir auch eine ganz andere Rückrunde gespielt. Ich habe hier das Gefühl, dass da eigentlich wenig fehlt, um eine bessere Runde zu spielen. Damals war der Unterschied größer", erklärt er. "Jetzt habe ich das Gefühl, da fehlen nur wenige Sachen bei uns. Wir waren in keinem Spiel chancenlos, ich habe immer gedacht, da kannst du einen Punkt oder mehr mitnehmen."

Den Schlüssel für eine erfolgreiche Rückrunde sieht der 31-Jährige im Auftaktprogramm, wo es mit Fürth, Magdeburg und Bielefeld gegen drei direkte Konkurrenten geht. "Diese direkte Hürde wird wichtig. Gegen die Gegner von unten darf man halt nicht verlieren", so Vermeij. Aber: "Es wäre schön, wenn man auch gegen Schalke oder andere gewinnt. Aber man muss natürlich gegen die direkte Konkurrenz gewinnen."

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Denn die Erfahrung von damals hat auch gezeigt, dass man als Schlusslicht mit der schlechtesten Ausgangssituation startet und damit auch abhängig von den anderen ist. Vermeij: "Die anderen Mannschaften haben damals trotzdem gepunktet. Aber hier glaube ich einfach daran!"

Titelfoto: Lutz Hentschel

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