Abwehralarm! Dynamo gehen gegen Fürth die Verteidiger aus
Dresden - Wenn es kommt, dann knüppeldick. Als wäre die Niederlage in Hannover nicht schon hart genug gewesen, sie scheint auch ein schwerwiegendes Nachspiel zu haben. Denn Dynamo Dresden droht am Freitagabend gegen Fürth eine Not-Defensive!
Alles andere als ein Sieg? Geht nicht mehr! Gegen das Kleeblatt müssen für das Schlusslicht drei Punkte her, sonst könnte es für Thomas Stamm (43) & Co. ein richtig ungemütlicher November werden.
Doch Dynamos Coach hat ein kleines Problem. Mit den Langzeitverletzten Kenneth Schmidt (24) und Lars Bünning (28) fehlen ohnehin schon seit Monaten zwei Innenverteidiger, die auch (noch) nicht eingeplant waren.
Thomas Keller (27) dagegen schon, der fehlt aber seit seiner Gehirnerschütterung aus der Partie bei Eintracht Braunschweig seit dem 12. September.
Wie lange noch? Völlig unklar! "Gehirnerschütterung braucht seine Zeit. Am Ende muss er beschwerdefrei sein. Das ist das Wichtigste. Es gibt nichts, was wir verheimlichen."
"Es geht ihm gesundheitlich nicht so gut, dass er am Training teilnehmen kann. Das ist nicht das erste Mal, dass nach einer Kopfverletzung so was eintreffen kann", meint Dynamos Coach zu der Personalie.
Ahmet Muhamedbegovic und Till Neininger müssen ran
Nicolai Rapp (29) und Friedrich Müller (20) hatten es gemeinsam oft auch gut gemacht. Vielleicht hätte es auch in Hannover zu Punkten gereicht, hätte Rapp nicht zur Halbzeitpause ausgewechselt werden müssen.
"Er konnte nicht weiterspielen, das kann ich sagen", sagt Stamm: "'Rappo' gibt uns die letzten Wochen eine gute Stabilität." Der Routinier gab sicherlich auch Nebenmann Müller eine gewisse Sicherheit. Der Youngster kam in Hannover in Durchgang zwei aber ins Schwimmen, handelte sich zudem noch die Ampelkarte ein. Während bei Rapp noch unklar ist, ob er wieder spielen kann, fehlt Müller also definitiv.
Die einzig noch übrig gebliebenen Vertreter standen schon am Sonntag auf dem Platz: Ahmet Muhamedbegovic (28) und Till Neininger (19). Beide aber wirkten beim 96er Dauerdruck überfordert.
Vor allem Neininger hatte Glück, dass sein schwaches Abwehrverhalten gegen Benjamin Källman (28) nach VAR-Eingriff nicht noch im 1:3 mündete. Dass sie es besser können, haben beide gegen die Hertha schon bewiesen, da agierten sie zusammen. Und nicht weniger wird auch Freitagabend erwartet.
Titelfoto: IMAGO/Darius Simka

