Dresden - "Da muss man auch mal herzlichen Dank an Bastian Schweinsteiger aussprechen", meint Ronald Tscherning. Der ehemalige Nationalspieler bekam vom Boss des Rudolf-Harbig-Stadions ein Extra-Lob, denn auch dank ihm wird nächste Woche der Rasen in Dynamo Dresdens Heimstätte noch einmal getauscht. Aber warum?
Schweinstiger hatte am 5. September die Kugeln bei der Auslosung für die zweite Runde des DFB-Pokals gezogen, besorgte Dynamo ein Heimspiel gegen den FC Schalke 04. Ein Spiel von großer Bedeutung für die SGD, das Grün soll da nicht zum X-Faktor werden.
Denn schon am Samstag findet im Rudolf-Harbig-Stadion der GFL Bowl statt - das große Endspiel um die deutsche Meisterschaft im American Football.
Vergangene Saison war der Rasen im Vorfeld und danach ein großes Thema. "Den meisten Stress hat man eigentlich nach so einem Event oder beziehungsweise schon währenddessen", erklärt Tscherning auf der offiziellen Pressekonferenz vor dem GFL Bowl.
"Was macht der Rasen? Kann man danach darauf noch Fußball spielen? Denn das ist am wichtigsten für den Fußballer. Und das sorgt dann schon für ein bisschen Stress. Obwohl wir im letzten Jahr auch überlegt haben, den Rasen eventuell zu wechseln."
"Haben wir dann nicht gemacht, weil der Rasen nicht so sehr beschädigt worden ist. Das gehört nämlich auch zur Wahrheit, dass Footballer den Rasen nicht immer komplett zerstören."
Der neue Rasen wird von Football-Verband und Liga mitgetragen
Weil aber auch der Rasen dieses Mal deutlich bunter gestaltet werden soll als beim Finale im Vorjahr, geht man dieses Mal auf Nummer sicher. Denn laut DFL dürfen keine anderen als die im Fußball üblichen Linien im TV zu sehen sein.
"Die Jungs können alles umpflügen. Wir haben das wirklich so entschieden, weil wir im letzten Jahr dann doch ein paar Probleme mit der Linierung hatten. Da gibt es manchmal unterschiedliche Meinungen. Aber alles partnerschaftlich, alles nicht so, dass man aufeinander losgeht. Allerdings können wir das Wetter nicht voraussagen. Und den Rasenwechsel muss man auch entsprechend vorbestellen", gesteht der Stadionmanager. "So schlafen nach dem Finale alle ruhiger."
Natürlich kostet das auch mehr Geld - was auch vom American Football Verband und der GFL mitgetragen wird.
"Es geht hier nicht um Gewinnmaximierung, sondern um ein tolles Event für Dresden. Gleichzeitig geht es aber auch darum, professionelle Bedingungen für Dynamo zu schaffen", meint Tscherning.