Dynamo-Noten gegen den KSC: Zwei SGD-Profis mit Bestnote können das Unentschieden nicht verhindern
Karlsruhe – Was war das für ein wilder Schlagabtausch im Wildpark? Lange sah Dynamo Dresden beim 3:3 (3:1) in Karlsruhe wie ein verdienter Sieger aus, dann aber konnte man sich dem Dauerdruck der Hausherren nicht mehr widersetzen. Die TAG24-Noten.
Tim Schreiber: Zögert er nicht den einen Augenblick, gibt’s in der 21. Minute auch keinen Elfmeterpfiff gegen ihn. Den Wanitzek-Freistoß (60.) hat er spät gesehen, aber umso stärker rausgeholt. TAG24-Note: 3
Jonas Sterner: Das wäre der endgültige Todesstoß gewesen, doch ausgerechnet bei seinem Abschluss (74.) reagierte Karlsruhes Keeper richtig gut. Außer bei seiner Chance zum 4:2 fiel der Außenverteidiger kaum auf. Solide gearbeitet, aber die Standards kann er besser. Note: 3
Julian Pauli: Musste in den ersten 45 Minuten richtig viele Zweikämpfe führen. Neun davon hat er gewonnen – bester Schwarz-Gelber. Aber nicht jeder saß, wie der gegen Ben Farhat (65.). Da halfen die Mitspieler aus, drei Minuten später störte er nicht beim Treffer des Tunesiers. Note: 3
Thomas Keller: Der Innenverteidiger war nach dem Spiel richtig angefressen, wollte auch nicht mit den Medien reden. Kann man verstehen! Über 98 Minuten alles reingeworfen, und trotzdem nicht mit drei Punkten belohnt. Den Tick souveräner als sein Nebenmann. Note: 2
Alexander Rossipal: Richtig starker Ballgewinn vorm 1:0 (3.) samt (nicht ganz so guter, aber ausreichender) Vorlage. Nach dem Burnic-Foul (51.) schwer am Humpeln, aber Dynamos bester Scorer konnte weitermachen. Unglückliches Foulspiel den Millimeter zu weit auf der Strafraumlinie (90.+4). Der VAR entschied auf Elfmeter. Note: 3
Robert Wagner: Fast schon obligatorisch zu schreiben, dass der Mittelfeldmann mit 13,1 Kilometern am weitesten von allen Dresdnern unterwegs war. Geschlagen nur von Karlsruhes Herold (13,3 Kilometer). Wieder ein gutes Spiel und wieder ohne Verwarnung ausgekommen. Damit auch nächste Woche dabei. Note: 2
Kofi Amoako: Feuerlöscher, Aufbauspieler – der Mittelfeldspieler hat viele Rollen übernommen. Sehr aufmerksam und an vielen Stellen des Spielfelds zu finden. Konnte aber den Ausgleich ebenfalls nicht verhindern. Note: 2
Dynamo Dresden: In der Offensive lief es bei der SGD
Niklas Hauptmann (bis 69.): Während Karlsruhes Fans sich noch für ihre Choreografie mit geklauten Fan-Utensilien feierten, schlug er eiskalt zu. In der 12. Minute gerade noch geblockt – er war richtig gut im Spiel und belohnte sich mit dem kunstvollen 3:1 (44.). Nach 68 Minuten war die Kraft am Ende. Note: 1
Jason Ceka (bis 85.): Was hätte man ihm sein erstes Saisontor gegönnt, aber so war es wenigstens auf Bobzien (28.) die erste Vorlage. Als Lemmer-Ersatz machte der Außenbahnspieler ein gutes Spiel, noch dazu mit der ein oder anderen Show-Einlage. Note: 2
Vincent Vermeij (bis 77.): Richtig schwerer Stand für den Mittelstürmer in beiden Durchgängen – und dann ist er plötzlich wieder da. Geistesblitz-Doppelpass mit Hauptmann beim 3:1 (44.). Mehr war aber nicht. Note: 3
Ben Bobzien (bis 85.): War er noch dran? Er sagte selbst, er habe den Ball noch leicht berührt. Egal, ob berührt oder perfekt irritiert – in der 28. Minute stand es auch dank ihm 2:1. Doppelpack möglich, schließt er in der 43. direkt ab. Richtig viel unterwegs, starke Vorarbeit auf Sterner (74.). Note: 1
Luca Herrmann (ab 69.): Vor einer Woche mit deutlich mehr Einfluss nach Einwechslung. Kam dieses Mal nicht ganz so gut in die Zweikämpfe und in Ballaktionen. Trotzdem nicht schlecht. Note: 3
Christoph Daferner (ab 77.): -
Sascha Risch (ab 85.): -
Stefan Kutschke (ab 85.): -
Titelfoto: Marc Schüler/dpa

