Dynamo-Coach Stamm verteidigt spielerische Lösungen

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Hannover - Friedrich Müller (20) konnte einem leidtun! Er verursachte beim 1:2 (1:0) in Hannover in der 59. Minute den Elfmeter zur 96-Führung und letztlich zum Endstand. Dynamo Dresdens Innenverteidiger konnte aber nur wenig dafür.

Friedrich Müller kommt einen Schritt zu spät und foult Husseyn Chakroun - klarer Elfer.
Friedrich Müller kommt einen Schritt zu spät und foult Husseyn Chakroun - klarer Elfer.  © dpa/Swen Pförtner

Müller kam gegen Husseyn Chakroun (21) im Strafraum zu spät, legte den Außenbahnspieler regelwidrig. Marcel Hartel (30) traf souverän vom Elfmeterpunkt ins Dynamo-Herz, schickte die SGD ans Tabellenende.

Fehler Müller? Von wegen! Denn vorausgegangen war der Szene ein schwacher Pass von Tobias Raschl (26), der Dynamos Youngster in Not brachte. Raschl hatte selbst nicht viel Zeit, war unter Druck von Keeper Lennart Grill (27) angespielt worden.

Denn die SGD will es spielerisch lösen - ein Punkt, den manch ein Fan Thomas Stamm (43) in schlechten Phasen immer wieder ankreidet und der für Schnappatmung sorgen kann.

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"Ich bin jetzt zweieinhalb Jahre hier, das ist das zweite Gegentor, was wir so kriegen. Wahrscheinlich haben wir es in 500 Situationen 498-Mal super gelöst und haben dadurch Räume. Dann schauen Sie sich das Pokalspiel am Mittwoch an, was - glaube ich - ganz viele gefeiert haben. Da hatten wir ganz viele von diesen Momenten", verteidigte sich Dresdens Coach nach der sechsten Saisonniederlage.

Stamm: "Da geht es um Entscheidungsfindung und die war in dem Moment einfach nicht gut"

Die Statistik gibt Thomas Stamm ganz sicher recht - die Szene vorm Elfmeter sorgte dennoch bei vielen für Kopfschütteln.
Die Statistik gibt Thomas Stamm ganz sicher recht - die Szene vorm Elfmeter sorgte dennoch bei vielen für Kopfschütteln.  © IMAGO/Noah Wedel

Der Schweizer machte klar: "Es geht eher darum, zu entscheiden, wann ist der richtige Moment und wann ist der Raum da? Den Raum gut zu erkennen, das ist das eine im Spiel, das ist mit das Schwierigste. Aber zu spüren, dass du beim Stand von 1:1 vielleicht drei, vier Momente mehr brauchst. Christoph Daferner und Vincent Vermeij vorne können die Bälle gut festmachen. Wir haben die Räume klar besprochen."

Nicht die spielerische Lösung war für Stamm ein Problem. Zu wissen, wann man sie anwenden sollte, war es dagegen schon:

"Da eine gute Mischung hinzubekommen, das ist für mich am Ende des Tages der Schlüssel. Und nicht die Art und Weise, beziehungsweise die Überzeugung oder keine Überzeugung, wie ich spielen lassen möchte. Da geht es um Entscheidungsfindung und die war in dem Moment einfach nicht gut."

Titelfoto: Montage: dpa/Swen Pförtner, IMAGO/Noah Wedel

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