"Wir sind selbst schuld!": Dynamo-Coach Anfang mosert über vergebene Chancen

Dresden - Gehen alle Schüsse im Stadion an der Lohmühle ins Tor, steht es am Ende 9:6 für Lübeck im Spiel gegen Spitzenreiter Dresden. Das Problem dabei: Bevor die Ostsee-Truppe überhaupt das erste Mal gefährlich vors Gehäuse der Dynamos kam, muss es mindestens 2:0 für die SGD stehen, wenn nicht sogar 3:0. Das prangerte Trainer Markus Anfang (49) an - zum wiederholten Male.

Die große Chance für Stefan Kutschke (34, r.), bereits vor der Pause das 1:0 für Dynamo zu erzielen. Lübecks Keeper Philipp Klewin (29) bekam aber noch rechtzeitig seine Beine zusammen.
Die große Chance für Stefan Kutschke (34, r.), bereits vor der Pause das 1:0 für Dynamo zu erzielen. Lübecks Keeper Philipp Klewin (29) bekam aber noch rechtzeitig seine Beine zusammen.  © imago/Susanne Hübner

"Wir sind selber schuld", sagte der 49-Jährige nach den intensivsten 90 Minuten in der bisherigen Saison. "Wir hätten uns das viel einfacher machen können. Du musst das zweite und dritte Tor machen, dann spielst du das Spiel hier runter. Das ist nicht das erste Mal, daran müssen wir arbeiten."

Der Schuss von Niklas Hauptmann (27, 7. Minute), Kapitän Stefan Kutschke (34, 46./47./52.), der Lattenknaller von Jakob Lemmer (23, 45.) - Dresden hatte genügend Möglichkeiten, mehr als nur das eine Tor von Lemmer (51.) zu erzielen.

"Wir hatten zahlreiche Möglichkeiten, das zweite nachzulegen", moserte Anfang. Wäre das gelungen, der VfB hätte keine Zuckungen mehr gemacht. "Wir waren nicht so konsequent, mussten zittern, haben uns den Sieg mit ein wenig Glück erkämpft."

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Nach der Führung kam dann nur noch der eingewechselte Panagiotis Vlachodimos (31, 80.) vors Tor. Seinen Kracher entschärfte VfB-Keeper Philipp Klewin (29).

Davor und danach stand Stefan Drljaca (24) unter Beschuss, rettete mehrfach den Dreier.

Markus Anfang bemängelt Nachlässigkeit und fehlende Ruhe

Dynamo-Trainer Markus Anfang (49) versuchte Mitte der zweiten Hälfte verzweifelt, seine Mannen zu ordnen. Dresden hatte das Glück des Tüchtigen beim VfB.
Dynamo-Trainer Markus Anfang (49) versuchte Mitte der zweiten Hälfte verzweifelt, seine Mannen zu ordnen. Dresden hatte das Glück des Tüchtigen beim VfB.  © IMAGO/Tauchnitz

"Wir haben viele kleine Fehler im Aufbau gemacht, haben viele Räume angeboten. Wir hätten es ruhiger ausspielen müssen, waren zu nachlässig. Dann bekam das Spiel so eine gewisse Dynamik. Ich bin mit dem ersten Teil der zweiten Hälfte absolut zufrieden, mit Ausnahme der Chancenverwertung. Hintenraus hat uns 'Drille' im Spiel gehalten", so Anfang.

Jetzt ist das alles Jammern auf hohem Niveau, schließlich ist Dresden Tabellenführer. Das weiß Anfang.

Aber es werden Spiele kommen, da hast du nur eine Chance und die muss sitzen. Vielleicht schon am Sonntag gegen den Schacht.

Titelfoto: IMAGO/Tauchnitz

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