Dynamo-Coach Anfang trifft auf seinen Ex-Klub: "Duisburg war für mich eine schöne Zeit"

Dresden - Markus Anfang (48) und der MSV Duisburg - das sind besondere Geschichten. Zum einen war er einst selbst zwei Jahre Spieler bei den Zebras. Zum anderen erlebte er als Trainer des 1. FC Köln eine bittere Stunde in der Schauinsland-Arena. Im April 2019 erlitt sein Vater auf der Tribüne einen Herzinfarkt und musste reanimiert werden.

Von 2004 bis 2006 war Markus Anfang (48) für den MSV Duisburg aktiv.
Von 2004 bis 2006 war Markus Anfang (48) für den MSV Duisburg aktiv.  © Picture Point / Gabor Krieg

Anfang hat damals kurz nach Abpfiff erfahren, dass sich der tragische Vorfall im Stadion ereignet hat. "Das tut immer noch weh, wenn ich daran denke", gibt der Trainer zu. "Das Verhalten des MSV und wie viele mich damals vom Verein angeschrieben haben, das war alles sehr positiv", lobt Anfang.

In weniger positiver Erinnerung ist ihm dagegen seine aktive Zeit an der Wedau geblieben, eine Zeit lang übrigens unter Trainer Heiko Scholz (57). "Der hat mich nicht spielen lassen", lacht Anfang.

Von 2004 bis 2006 kickte er für den MSV, bestritt 33 Partien und schoss ein Tor. "Duisburg war für mich eine schöne Zeit. Wir sind damals aufgestiegen, leider im Jahr später wieder abgestiegen. Da bin ich dann gewechselt. Ich verbinde mit dem Verein selbst viel Positives", so Anfang.

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Heute ist er Trainer bei Dynamo Dresden und will gegen Duisburg den Lauf fortsetzen. Die SGD ist 2023 noch ungeschlagen und hat nur noch drei Punkte Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz. Das Dynamoland träumt wieder.

Markus Anfang (48, l.) und sein Co-Trainer Heiko Scholz (57, r.) im Hinspiel mit MSV-Trainer Torsten Ziegner (45). Einst war Scholz Trainer in Duisburg - und Anfang sein Spieler.
Markus Anfang (48, l.) und sein Co-Trainer Heiko Scholz (57, r.) im Hinspiel mit MSV-Trainer Torsten Ziegner (45). Einst war Scholz Trainer in Duisburg - und Anfang sein Spieler.  © IMAGO/Thomas Thienel

Markus Anfang warnt vor der Qualität des MSV Duisburg

Das Siegtor im Hinspiel am 11. September 2022 in Duisburg: Stefan Kutschke (34, 2.v.l.) verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:0-Sieg.
Das Siegtor im Hinspiel am 11. September 2022 in Duisburg: Stefan Kutschke (34, 2.v.l.) verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:0-Sieg.  © imago/Dennis Hetzschold

"Wir schauen nicht auf die Konkurrenz, können nur unsere Spiele beeinflussen. Wir haben gesagt, wir wollen besser werden und sind da auf dem Weg. Aber es kommen immer wieder neue Herausforderungen auf uns zu und die müssen wir lösen", so der 48-Jährige.

Eine Herausforderung wird auch Duisburg um Trainer Torsten Ziegner (45). Das war schon im Hinspiel so, als die SGD durch ein Elfmetertor von Stefan Kutschke (34) mühevoll 1:0 gewann. In einem Spiel, das nicht schön anzuschauen und in dem der Gegner die bessere Mannschaft war.

Daher warnt der Dynamo-Trainer auch vor den Zebras: "Das sind Leute, die Bundesliga- und Zweitliga-Erfahrung haben, das ist eine gestandene Mannschaft. Der MSV hat grundsätzlich die gleichen Ambitionen wie Dynamo. Er hat wahnsinnig viel Qualität. Da braucht es von uns eine dementsprechende Leistung."

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Vielleicht wird der heutige Mittwochabend wieder eine Duisburg-Geschichte für Anfang - und zwar eine gute.

Titelfoto: PICTURE POINT / Gabor Krieg, IMAGO/Thomas Thienel

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