Dynamos Daferner jetzt Edeljoker statt Starter! "Wichtig, uns gegenseitig zu pushen"

Dresden - Zu seiner Rolle als Joker hat Christoph Daferner (28) in den vergangenen zwei Monaten bereits alles gesagt. Daran hat sich auch im März nichts geändert. Umso wichtiger war aber auch, dass Dynamos Angreifer von der Bank aus sticht - wie zuletzt gegen Darmstadt.

Wichtiges Joker-Tor gegen Darmstadt: Christoph Daferner (28) fügt sich seiner neuen Rolle.  © Lutz Hentschel

Beim 3:1-Erfolg lieferte Sturm-Konkurrent Vincent Vermeij (31) mit zwei Treffern ab. Da lässt sich schwer dagegen argumentieren. Aber auch "Dafi" machte mit einem Tor Eigenwerbung. "Es ist gar nicht so im Fokus. Wir drei vorn haben einen richtig guten Konkurrenzkampf. Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig pushen. Wir haben alle das eine Ziel Klassenerhalt", stellt der 28-Jährige noch einmal klar.

Und das ist dank der Superserie von sechs ungeschlagenen Partien in sieben Anläufen seit dem Rückrundenstart wieder richtig greifbar.

Am Sonntag (13.30 Uhr) könnte die SGD mit einem Dreier in Karlsruhe einen ganz wichtigen Schritt gehen.

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"Wir haben schon ein bisschen Weg vor uns und dürfen uns da auch nicht blenden lassen, dürfen keinen Prozent nachlassen. Weil es wird wahrscheinlich bis zum Ende spannend bleiben", bremst Daferner die Euphorie.

"Da müssen wir einfach weiter scharf bleiben, den gleichen Fokus behalten, wie jetzt gerade, und dann haben wir gute Chancen, unser Ziel zu erreichen."

Und mit seinen Toren! Siebenmal hat der Mittelstürmer in dieser Saison bisher genetzt, mit zwei Vorlagen gehört Daferner neben Alexander Rossipal (29, vier Tore/fünf Vorlagen) zu Dresdens besten Scorern.

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Christoph Daferner nimmt Rolle als SGD-Joker an

In der Hinrunde fast immer Startelf, aber in der Rückrunde kommt Christoph Daferner (l.) von der Bank.  © imago/Jan Huebner

Ein Tor - und damit wohl auch ein Punkt - mehr hätte es sein können, hätte Dynamos Edeljoker gegen Elversberg das Leder kurz vor Schluss irgendwie über die Linie gedrückt bekommen.

"Es gibt immer mal wieder solche Situationen, die muss man einfach abhaken. Weil, was bringt es mir, wenn ich immer noch hadere?", hat es Daferner schnell hinter sich gelassen.

Es wäre ein weiteres Argument für ihn, aber auch für seine Rolle als treffsicherer Einwechsler, gewesen.

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Die hat der Torjäger jedenfalls angenommen: "Ich glaube, bei euch Journalisten stehen wir immer noch ein bisschen mehr im Fokus als Konkurrenzkämpfe im Mittelfeld oder in der Abwehr. Aber das ist auch völlig okay so."

Was zählt, sind nur Punkte beim KSC - und das wird schwer genug. "In Karlsruhe ist es immer eklig zu spielen. Gute Stimmung und auch eine gut eingespielte Mannschaft", weiß Daferner.

"Das Hinspiel hätten wir gewinnen können oder eher müssen." Im Oktober 2025 traf Daferner noch in alter Rolle als Starter zum zwischenzeitlichen 2:2. Ein Treffer, egal in welcher Rolle, würde ihm und der SGD wieder gut zu Gesicht stehen.

Tabelle 2. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Schalke 04 25 35:21 50
2 SV Darmstadt 98 25 47:28 48
3 SV 07 Elversberg 25 44:26 48
4 SC Paderborn 07 25 41:28 47
5 Hannover 96 24 42:30 45
6 Hertha BSC 24 34:29 37
7 1. FC Kaiserslautern 25 42:38 37
8 Karlsruher SC 24 37:44 33
9 VfL Bochum 1848 25 35:32 32
10 Fortuna Düsseldorf 25 24:34 31
11 1. FC Nürnberg 25 31:35 30
12 Arminia Bielefeld 25 36:34 27
13 SC Preußen Münster 24 29:36 26
14 Eintracht Braunschweig 25 28:43 26
15 SG Dynamo Dresden 24 35:41 25
16 Holstein Kiel 25 29:37 25
17 1. FC Magdeburg 25 35:48 23
18 SpVgg Greuther Fürth 24 35:55 23

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.

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