Nach Stotter-Start: Dynamo-Coach Anfang gibt von der Bank das Signal zur Attacke!

Dresden - Dynamo Dresden kommt ins Rollen. Für die SGD war das 2:1 bei den Münchner Löwen der zweite Auswärtssieg in Folge, der wie schon in Oldenburg mit einer starken zweiten Hälfte herausgespielt wurde. Der Start war allerdings zum wiederholten Mal eher mau.

Einsicht Fehlanzeige: Nach einem Foul an Stefan Kutschke (34, r.) regte sich Yannick Deichmann (28, 3.v.l.) noch über den Gefoulten auf.
Einsicht Fehlanzeige: Nach einem Foul an Stefan Kutschke (34, r.) regte sich Yannick Deichmann (28, 3.v.l.) noch über den Gefoulten auf.  © IMAGO/Bernd Feil

Wenn du früh zurückliegst, dir von der schon äußerst rustikalen Gangart der Löwen den Schneid abkaufen lässt und du gar nicht ins Spiel findest, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Resignieren oder aufstehen und kämpfen.

Dynamo hat sich an der Grünwalder Straße für die zweite Variante entschieden. Just als die Fans nach 20 Minuten ihre von Silvester übrig gebliebenen Raketen in den Giesinger Nachthimmel ballerten, ging auch den Jungs auf dem Spielfeld ein Licht auf. Attacke hieß es ab da.

Von wem gab es das Signal, sich zu wehren? "Vielleicht hört man es an meiner Stimme. Von mir ein bisschen. Wir haben von draußen versucht, Emotionen reinzubringen", so SGD-Coach Markus Anfang (48).

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"Die Jungs haben eine Reaktion gezeigt, die war dementsprechend gut. Ich würde mir wünschen, wir würden uns so eine Anfangsphase mal ersparen. Die Reaktion war aber keine Selbstverständlichkeit."

Markus Anfang (48) hatte von der Seitenlinie ordentlich Emotionen ins Spiel gebracht.
Markus Anfang (48) hatte von der Seitenlinie ordentlich Emotionen ins Spiel gebracht.  © IMAGO/Bernd Feil

Dynamo Dresden legte nach 20 Minuten den Schalter um

Ahmet Arslan (28, l.) bekam gegen 1860 so oft auf die Socken, dass er ein ums andere Mal ins Fliegen kam.
Ahmet Arslan (28, l.) bekam gegen 1860 so oft auf die Socken, dass er ein ums andere Mal ins Fliegen kam.  © picture point/Sven Sonntag

Vor allem auch aufgrund der teils überharten Münchner Zweikämpfe. Anfang war ob der rüden Fouls gegen Stefan Kutschke (34) und vor allem Ahmet Arslan (28) regelrecht erbost.

Gerade Löwe Semi Belkahia (24) funkte ordentlich rein. "Beim letzten Foul war ich froh, dass 'Ahmo' da durchgekommen ist. Steht das Bein anders, ist es durch", so der Coach.

Ab jener 20. Minute hatte Dresden die Partie im Griff, überzeugte auch spielerisch und war in der zweiten Hälfte mit den Toren von Kutschke (56.) und dem ganz fein heraus gespielten Treffer von Dennis Borkowski (21, 76.) sehr effizient vorn, aber auch hinten.

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Mit welcher Vehemenz Tim Knipping (30) im Verbund mit seinen Mannen alles wegräumte, war stark.

Anfang, der nach dem Spiel geschafft und für den Moment gar nicht so glücklich aussah, freute sich diebisch: "Vielleicht sollte ich mehr lachen. Aber es war sehr spannend, wir waren alle angespannt. So ein Auswärtsspiel hinzulegen, freut mich wahnsinnig."

Titelfoto: IMAGO/Bernd Feil

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