Dynamo-Noten gegen Schalke: Viele gute Leistungen, aber einer sticht hervor
Gelsenkirchen - Edin Dzeko zwei, Dynamo zwei. Der im Winter von Schalke verpflichtete Weltstar aus Serbien verhinderte den Dresdner Sieg bei den Knappen. Aber: Die SGD bewies unglaubliche Moral. Nach dem 0:2 (70.) war der Drops eigentlich gelutscht. Doch die Schwarz-Gelben schlugen durch ein Eigentor von Hasan Kurucay (78.) und - mal wieder - Thomas Keller zurück. 2:2! Bravo - die TAG24-Noten.
Tim Schreiber: Anfangs mit ein, zwei Wacklern. Wurde ruhiger, umso öfter er mit eingebunden wurde. Hatte mit den Händen kaum etwas zu tun, leitete aber mit einem schlampigen Pass das 0:2 (70.) ein. Der Schuss von Dzeko war dann unhaltbar. Verhinderte dann aber ganz stark das 1:3 (86.) - Note: 3
Jonas Sterner (bis 74.): Hatte einen dicken Bock drin, als er Dzeko (23.) mustergültig auflegte, der zum Glück verzog. Bei seiner Chance (32.) war mehr drin, agierte etwas zu überhastet - Note: 3
Julian Pauli: War in der kompletten ersten Hälfte Herr der Lage, gefiel durch sein Stellungsspiel. Verlor aber dann vorm 0:1 (51.) den entscheidenden Zweikampf im Mittelfeld. Danach war das kaum noch zu verteidigen - Dzekos erster Streich. Knallte nach einer Stunde mit Nikola Katic zusammen, spielte mit Pflaster am Auge weiter und opferte sich in der Schlacht auf - Note: 2
Thomas Keller: Starkes Spiel. Verlor keinen entscheidenden Zweikampf, in der Luft sowieso nicht. Ist der Anker in Abwehr und aktuell der Torschütze vom Dienst. Das 2:2 (87.) war bereits sein dritter Treffer in vierten Spiel für die SGD - Note: 1
Alexander Rossipal: Viel ging über seine Seite, hinten rigoros, vorn mit einigen guten Momenten. Kam in der zweiten Hälfte nicht mehr so oft zu seinen Flankenläufen, hatte aber das 2:2 (87.) auf dem Fuß, das Loris Karius verhinderte - Note: 2
Luca Herrmann: Passte in der Schaltzentrale gut auf, spielte sichere Bälle im Rückwärtsgang. Nach vorn mit guten Ideen, die Lösungen kamen aber nicht immer. Fiel wie die meisten anderen in der zweiten Hälfte etwas ab - Note: 3
Kofi Amoako: Kofi, der Malocher. Warf sich in alles, was blau anhatte. Er gefiel aber auch spielerisch. Kennt jetzt jeden Grashalm in der Veltins-Arena - Note: 2
Dynamo Dresden gegen Schalke 04: Kein Spiel für die Mittelstürmer
Niklas Hauptmann (bis 66.): Taktgeber, beruhigte das Spiel immer wieder. Zog gekonnt die Fäden, haute dazwischen, wenn es sein musste. Nur nach vorn fehlte das berühmte Quäntchen. Mitte der zweiten Hälfte war grippebedingt die Kraft alle - Note: 2
Jakob Lemmer (bis 66.): Hatte nach fünf Minuten die erste Schusschance, da fehlte nicht viel! Es blieb bis zur 78. Minute die letzte. War immer auf Achse, holte viele Bälle, war aber im Zweikampf nicht immer präsent - Note: 3
Christoph Daferner (bis 57.): Stellte sich in den Dienst der Mannschaft, bekam kaum Bälle in die Spitze - das war von vornherein klar. Daher verteidigte er mit. Das kostete verdammt viel Kraft - Note: 3
Jason Ceka (bis 74.): Wendig und schnell, hatte auf seiner rechten Seite einige vielversprechende Ansätze, brachte aber keinen zu Ende. Da fehlte ein bisschen die Konsequenz - Note: 3
Vincent Vermeij (ab 57.): Hatte das gleiche Leid wie Daferner - nach vorn kam nicht viel, hatte kaum einen Ball. Ackerte aber vorbildlich, klärte nach 96 Minuten entscheidend im eigenen Strafraum - Note: 3
Ben Bobzien (ab 66.): Brachte noch mal enormen Schwung rein, übersah nach 82 Minuten den besser postierten Nebenmann. Das hätte schon das 2:2 sein können - Note: 3
Nils Fröling (ab 66.): Versuchte viel, kam aber nicht mehr so richtig rein ins Spiel, kämpfte jedoch aufopferungsvoll - Note: 4
Stefan Kutschke (ab 74.): -
Konrad Faber (ab 74.): -
Titelfoto: IMAGO / Steinsiek.ch

