Gericht entscheidet im Bier-Streit: Dynamo Dresden von Sponsor verklagt

Dresden - Kein Dynamo-Spiel ohne Feldschlößchen! Doch die Dresdner Brauerei bekam als langjähriger Sponsor und Exklusivpartner des Vereins Konkurrenz: Von der Traditionsmarke Radeberger. Weil die dem Zweitligisten offenbar ein besseres Angebot machte, sah es zunächst nach einem möglichen Sponsoren-Wechsel aus. Dagegen ging Feldschlößchen juristisch vor. Am Mittwoch hat das Landgericht Dresden das Urteil im Bier-Streit gesprochen.

Während Dynamos Neuzugang Morris Schröter (25) gekonnt den Ball jongliert, ist im Hintergrund der Werbeschriftzug von Feldschlößchen an einer Bande zu lesen.
Während Dynamos Neuzugang Morris Schröter (25) gekonnt den Ball jongliert, ist im Hintergrund der Werbeschriftzug von Feldschlößchen an einer Bande zu lesen.  © Lutz Hentschel

Die Klage von Feldschlößchen gegen Dynamo Dresden hat das Landgericht nun abgewiesen, das berichtet die "Sächsische Zeitung". Zudem wurde die einstweilige Verfügung der Feldschlößchen Vertriebsgesellschaft mbH aufgehoben.

Demnach hatte das Unternehmen am 12. Juli erwirkt, dass Dynamo weiterhin allen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen muss.

Außerdem dürfe der Verein darüber hinaus mit anderen Anbietern keine Verträge abschließen, so die Forderung.

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Dagegen legte Dynamo Widerspruch ein. Mit Erfolg!

In der Urteilsbegründung hieß es unter anderem, dass der Werbevertrag zwischen Dynamo Dresden und Feldschlößchen am 30. Juni ausgelaufen ist, "weil die Mitte Mai gezogene Option auf eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre nicht rechtswirksam gezogen wurde".

Richter Fred Prade erklärte: "Das ist juristisch nicht sauber gelaufen."

Bessere Konditionen vom Mitbewerber?

Ob Radeberger nun tatsächlich neuer Sponsor von Dynamo wird, ist Stand jetzt nicht bekannt. Laut Sächsische.de liegt dem Verein ein deutlich höher dotiertes Angebot der Brauerei vor: Die sei "bereit, 100.000 Euro mehr zu zahlen als Feldschlößchen bislang."

Möglicherweise hatte sich Feldschlößchen Hoffnungen wegen eines ganz bestimmten Punktes im Vertrag gemacht. Laut "Bild"-Zeitung besitze die Brauerei "eine einseitige Klausel", um den "Vertrag mit Dynamo um zwei Jahre bis 2023" zu verlängern.

Allerdings greife die nicht, wenn Dynamo "eine andere Brauerei findet, die zu besseren Konditionen" einsteigt.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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