Dynamo sucht nach dem Weg aus der Ergebniskrise

Dresden - Manchmal braucht es vielleicht auch einen Blick über den Tellerrand hinaus. Während Markus Anfang (49) mit Dynamo Dresden noch nach Lösungen aus der Ergebniskrise sucht, haben andere in der Landeshauptstadt deutlich schlimmere Krisen in dieser Saison gemeistert.

Coach Markus Anfang (49) sucht nach Lösungen raus aus Dynamos Ergebniskrise.
Coach Markus Anfang (49) sucht nach Lösungen raus aus Dynamos Ergebniskrise.  © Lutz Hentschel

Sieben Spiele hintereinander hatten die Basketballer der Dresden Titans zwischenzeitlich verloren, bis sie den Weg aus der Krise fanden und sechsmal in Serie gewannen - dank eines reinigenden Gewitters.

Alle Spieler setzten sich zusammen, mussten zunächst erklären, was sie selbst nicht gut machten, ehe ihre Teamkollegen dran waren. Die Rechnung ging auf.

Ein Ansatz auch für die Dynamos?

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"Hier ist keiner, der nicht erfolgreich sein will. Für mich ist nur wichtig, dass sie weiter daran glauben und weiterhin die Überzeugung haben, das zu spielen, was wir gespielt haben", erklärt Coach Anfang.

"Die Jungs haben ein gutes Gefühl auf dem Feld, kommen zu Torchancen. Sie wissen aber auch, dass sie am Ende die entscheidenden Personen sind, um das Tor zu machen."

Mit Torschüssen sollen sich Dynamo Dresdens Spieler das Vertrauen holen

Jede Menge Torschüsse waren ein Ansatz in dieser Woche.
Jede Menge Torschüsse waren ein Ansatz in dieser Woche.  © Lutz Hentschel

Die Frage ist also: Wie bekommt man den Knoten zum Platzen? In dieser Trainingswoche wurden intensiv jede Menge Torschüsse abgegeben.

"Wir arbeiten daran. Du kannst viele Ansätze wählen. Wenn du jetzt eine Woche nur schwimmen gehst und die schießen danach fünf Tore, dann sagen alle: Das war es!", so Anfang.

Die Kritik in den vergangenen Tagen sei völlig normal, erklärt der 49-Jährige. "Weil die Ergebnisse ausbleiben. Damit muss ich genauso gut leben wie der Spieler, weil er die Chance vielleicht nicht gemacht hat. Die Frage ist immer, wie sehr hilft sie dir?"

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Der Coach stellt klar: "Wenn der Ansatz der Kritik ist: Wir gewinnen die Spiele nicht, dann ist das total richtig. Wie laufen die Spiele? In der Regel so, dass wir fast immer die bessere Mannschaft sind, die meisten Chancen haben und die wenigsten zulassen. Was ist die Aufgabe von einem Trainer? Alles dafür tun, die Wahrscheinlichkeit hochzuhalten, um Spiele zu gewinnen."

Nur sollte das am Sonntag (ab 13.30 Uhr) gegen den 1. FC Saarbrücken auch mal wieder gelingen!

Titelfoto: Lutz Hentschel

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