Dynamo kämpft morgen gegen den Grünwalder Stadion-Fluch

Dresden - Kinder, wie die Zeit vergeht! Der letzte Montagabend-Auftritt von Dynamo Dresden bei 1860 München ist noch keine zwei Jahre her. Trotzdem sind es Erinnerungen aus lang verblassten Zeiten. Am 22. März 2021 war's. Jetzt ist es wieder so weit.

Das Grünwalder Stadion im Flutlicht. Für Dresden war das in der Aufstiegssaison vor zwei Jahren kein gutes Pflaster. Wird der Fluch am morgigen Montag beendet?
Das Grünwalder Stadion im Flutlicht. Für Dresden war das in der Aufstiegssaison vor zwei Jahren kein gutes Pflaster. Wird der Fluch am morgigen Montag beendet?  © imago/Steffen Kuttner

Als letzter Drittligist feiert Dresden in München seine Flutlichtpremiere in dieser Saison und kämpft dabei gegen den Grünwalder Stadion-Fluch.

Es war die Aufstiegssaison damals. Dreimal Städtisches Stadion, drei Niederlagen unter Flutlicht, kein Tor - 0:3 gegen die kleinen Bayern, jeweils 0:1 gegen Türkgücü und die Löwen.

Abschluss der desaströsen München-Abenteuer war ein 0:2 beim späteren Absteiger Unterhaching. Es war das letzte Spiel von Markus Kauczinski (52). Seine Nachfolger Alexander Schmidt (54) und Guerino Capretti (40) sind schon lange wieder Geschichte. Jetzt ist Markus Anfang (48) da. Und er möchte anfangen, den München-Fluch zu beenden.

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Darauf angesprochen, zuckt der 48-Jährige mit den Schultern: "Wie ich gehört habe, hatten wir zuvor auch noch nie ein Gegentor gegen Meppen bekommen. Von daher", gibt er nicht viel darauf, was war.

Er jedenfalls geht unbefleckt in die Löwen-Grube: "Weder als Spieler noch als Trainer war ich bisher im Grünwalder Stadion. Das ist meine Premiere. Als Spieler bin ich nur in der Bundesliga im Olympiastadion aufgelaufen."

1860 München setzt Ausrufezeichen, aber Dynamo-Trainer Anfang will punkten

22. März 2021, an einem Montag unter Fluchtlicht: Dresdens Kevin Ehlers (22, h.) im Zweikampf gegen 1860-Profi Stefan Lex (33). Es war damals der dritte Auftritt der Saison von Dynamo im Grünwalder Stadion. Das 0:1 war die dritte Niederlage.
22. März 2021, an einem Montag unter Fluchtlicht: Dresdens Kevin Ehlers (22, h.) im Zweikampf gegen 1860-Profi Stefan Lex (33). Es war damals der dritte Auftritt der Saison von Dynamo im Grünwalder Stadion. Das 0:1 war die dritte Niederlage.  © picture point/Sven Sonntag

Anders als 2020/21 sind jetzt wieder Fans dabei. Das Stadion ist mit 15.000 Zuschauern ausverkauft, 1500 kommen aus Dresden mit. Die Atmosphäre wird prickelnd.

"In dem Spiel wird Stimmung drin sein, da treffen zwei große Traditionsvereine aufeinander", freut sich Anfang auf die Partie.

"Flutlichtspiele haben immer eine besondere Atmosphäre, das wollen wir aufsaugen und positiv für uns nutzen. Wir wissen um die Stärke von 1860 München, die mit dem Transfer von Raphael Holzhauser nochmal ein richtiges Ausrufezeichen gesetzt und damit auch ihre Aufstiegsambitionen unterstrichen haben", ergänzt er.

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1860 liegt sechs Punkte vor Dynamo. Wenn es die SGD noch einmal probieren will, muss ein Sieg her. Sonst wird die Rückrunde ein reines Mittelfeldgeplänkel - und das will keiner.

"Wir wollen versuchen, dort zu punkten. Am Ende werden die Herangehensweise, das Zweikampfverhalten und das Durchsetzungsvermögen entscheidend sein", weiß der Trainer.

Titelfoto: imago/Steffen Kuttner

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