Dynamo Dresden: Jakob Lewald feiert überraschend Startelf-Debüt

Mannheim - Gegen den SV Waldhof Mannheim hat er seine Premiere gefeiert, zu seinem ersten Saisontor fehlte Dynamo Dresdens Verteidiger Jakob Lewald (23) dann aber doch ein ganz schönes Stück.

Dynamo-Defensivspezialist Jakob Lewald (23, r.) konnte sich wegen der Niederlage nicht über sein Debüt freuen.
Dynamo-Defensivspezialist Jakob Lewald (23, r.) konnte sich wegen der Niederlage nicht über sein Debüt freuen.  © imago/Dennis Hetzschold

Der Kopfball Mitte der 2. Halbzeit ging weit drüber. Bei drei Punkten hätte der Abwehrspieler aber ohnehin sicherlich darauf verzichtet.

Drei Minuten stand der spät verpflichtete Innenverteidiger bisher auf dem Platz. In Mannheim feierte Lewald etwas überraschend sein Startelf-Debüt für die SGD.

"Die Niederlage tut mehr weh, als dass ich mich über mein Debüt freuen kann", gab der 23-Jährige danach zu. "Weil es am Ende doch einfach wehtut, hier mit 1:2 zu verlieren."

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Doch statt in der Abwehrreihe setzte Coach Markus Anfang den 1,94 Meter großen Hünen im defensiven Mittelfeld ein. Der auch in den vergangenen Wochen eigentlich recht solide Paul Will (23) blieb dafür auf der Bank. Ein Schachzug, der nicht wirklich aufging.

Denn Lewald fehlte einfach die Spielpraxis und die Erfahrung für die Aufgaben, die ihm sein Coach mitgab: "Grundsätzlich sollte ich gut gegen den Ball arbeiten, viel reden und auf dem Feld mit coachen. Ich sollte der Mannschaft mit ein gutes Gefühl geben und nach vorne ankurbeln."

Jakob Lewald: "Wenn du verlierst, ist nicht alles schlecht. Wenn du gewinnst, ist nicht alles gut"

Trotz seiner breiten Schultern ein ganz schöner Rucksack für den jungen Mann, der bisher nur vergangene Saison beim FC Viktoria 1889 Berlin Drittliga-Erfahrung sammeln konnte - keine gute. Denn die Himmelblauen stiegen nach dem Aufstieg und einem sehr guten Saisonstart in die 3. Liga direkt wieder ab.

"Bei Viktoria war aber nicht alles negativ", so Lewald. "Wir sind ein Jahr auf, das andere wieder abgestiegen. Es geht immer weiter. Wenn du verlierst, ist nicht alles schlecht. Wenn du gewinnst, ist nicht alles gut. Daher versuchen wir jetzt das, was gut war, mitzunehmen und das andere besser zu machen."

Sein Trainer war dennoch zufrieden mit dem Debütanten: "Kuba ist ein Mentalitätsspieler – auch kopfballstark - der auch viele Bälle für sich gewonnen hat. Der Junge hat seine Sache ordentlich gemacht. Auch wenn er die letzten Wochen nicht gespielt hat, ist er einer, der immer vorneweg geht."

Titelfoto: imago/Dennis Hetzschold

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